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Freitag, 22. Dezember 2017

Wintertage des Lebens

Meiner Sissy geht es zunehmend schlechter, weil ihre Hinterläufe immer kraftloser werden. Dadurch verliert sie leider auch die Fähigkeit ihre Ausscheidungen zu kontrollieren. Wenn sie "muss", muss sie es sofort, da bleibt mir kaum Zeit die Türe zum Garten zu öffnen um sie hinauszulassen. Derzeit schlafe ich aus diesem Grund schon seit einiger Zeit neben ihr im Wohnzimmer um jede ihrer Regungen sofort wahrnehmen zu können! Trotzdem schaffen wir es meistens nicht rechtzeitig.
Die Tierärztin macht mir auch keine Hoffnung auf Besserung, sie meinte nur bei ihrer Hündin sei das "Gacki" nach einiger Zeit flüssig geworden und dann ging es gar nicht mehr.....! Dabei finde ich es jetzt schon sehr anstrengend, jede Nacht mehrmals aufstehen zu müssen und danach lange keinen Schlaf mehr zu finden. Das nächtliche TV-Programm kenne ich schon ziemlich gut - ist aber meistens besser als das Hauptabendprogramm, denn die besten Filme bringen sie in der Nacht.
Was ich am meisten bedaure ist der Umstand, dass Sissy - abgesehen von der Inkontinenz und Deg. Myelopathie - für ihr Alter organisch noch recht gut beisammen ist. Da fällt die Entscheidung ab wann sie wirklich leidet und es Zeit für den Abschied ist besonders schwer. So hanteln wir uns von Tag zu Tag weiter und derzeit peile ich Weihnachten und Jahreswechsel an. Insgeheim hoffe ich, dass wir unseren 12. Jahrestag am 7. April des nächsten Jahres noch gemeinsam feiern können. Die Tierärztin meinte sie habe einen 17-jährigen Hovawart, der seit 5 Jahren in Sissys Zustand ist.... ich glaube nicht, dass ich es so lange aushalten würde keine Nacht mehr durchzuschlafen und mehrmals alles sauber machen zu müssen! 
Doch ich versuche die gemeinsame Zeit mit meiner sehr verschmusten und liebebedürftigen Maus täglich zu genießen und ihr das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Geschimpft wird schon lange nicht mehr. Ich sehe ja wie sehr sie selbst sich schuldig fühlt, wenn es wieder einmal "passiert" ist! 
In diesem Sinne wünsche ich uns Dreien - Ykon muss derzeit etwas zurück stehen - ein Frohes Fest und viel Durchhaltevermögen!

Mittwoch, 5. April 2017

Badetag

Da bin wieder einmal ich - Ykon - an der Reihe mit dem Erzählen der neuesten Ereignisse. Montag musste ich zum Tierarzt, eigentlich eine Tierärztin, denn unser TA ist schon mit Jahreswechsel in den Ruhestand gegangen und unsere Oberhündin hat das gar nicht mitbekommen, weil es ja eine Gemeinschaftspraxis war und sie mit mir meistens bei ihr war. 
Seit einiger Zeit habe ich wieder Krusten auf dem Bauch, eine leichte Augenentzündung und das Fell auf dem linken Ohr und in der Beuge vom linken Hinterlauf beginnt sich etwas zu lichten. Also war erst einmal ein Spezialbad fällig und ich bekam in mein Futter ein neues Präparat, dass gegen alle Parasiten wirken soll, auch gegen die lästigen Milben. Es ist ganz neu und extrem teuer, soll aber Schutz für 3 Monate bieten, was die Kosten etwas relativiert! Mir ist es recht, denn die Bänder stinken und helfen nicht gegen alles und wohl auch nicht die Spot-ons! 
Kaum waren wir daheim nutzte die Oberhündin das warme Frühlingswetter gleich um mich nass zu spritzen und tüchtig einzushampoonieren - das war gar nicht lustig. Alles Herumgezappel und Ziehen half nichts sie schrubbte mich ab und spülte das Shampoo gründlich aus und das alles mit dem kalten Wasser aus dem Gartenschlauch,weil sie mich nicht in die kleine Badewanne kriegt und sonst nichts zur Verfügung hat. Immerhin wurde ich danach mit warmen Tüchern abgerubbelt und konnte etwas die Sonne genießen um ganz trocken zu werden. Sissy wurde nicht gebadet - ja warum eigentlich nicht??? Sie haart gerade extrem und schaut recht zerzaust aus.😈
(Anm. der Oberhündin: Sissy hat soviel Unterwolle und würde zu lange nicht trocken werden, sie wird immer nur in der warmen Jahreszeit gebadet und auch da ist sie abends oft noch am Haargrund feucht.)
Was Ykon noch nicht weiß soll er laut TÄ jetzt öfter gebadet werden, vielleicht gehe ich doch zu "wash dog", denn dort habe ich Warmwasser und alles Drum und Dran zur Verfügung und es ist bei uns ganz in der Nähe. Außerdem soll das Spezialshampoo nicht in öffentliche Gewässer gelangen, was ein Spülbad im See ausschließt.

Donnerstag, 7. April 2016

Jahrestag

28.01.2016 Auf der Alm
Heute vor 10 Jahren am 7. April 2006 habe ich Sissy zum 1. Mal gesehen und gleich zu mir mit nach Hause genommen. Jahre, die viel zu schnell vergangen sind und mit Erschrecken denke ich immer öfter daran, dass unsere gemeinsame Zeit zu Ende gehen könnte. Beim Spazierengehen schwächelt sie immer öfter, länger als 1 Stunde ist schon ziemlich anstrengend für sie und sie schlenkert etwas mit dem rechten Hinterlauf. Auch beim Spiel mit Ykon legt sie sich nach einigen Laufrunden lieber ins Gras und kaut an ihren Bockerln. Sissy ist, außer Aika - sie wurde 10 1/2 Jahre alt - , bereits älter als alle meine Hunde zuvor. Aber sie ist noch immer wunderschön und mit ihrem dichten weichen Fell und den glänzenden Augen macht sie auch einen gesunden Eindruck, nur ihre weiße Schnauze läßt auf ihr wahres Alter schließen.
Liebe Sissy ich wünsche dir alles Gute zum Zehnjahrestag und uns beiden, dass wir noch viele schöne gemeinsame Jahre haben werden.

Dienstag, 18. März 2014

Life was such an easy game to play.......

....... ja, bis dieser Youngster aufgetaucht ist, der mir ganz schön zusetzt.

Sonntag, 30. September 2012

Fast ein Supergau in unserem Aquarium......

Als wir am Abend aus dem Feriendomizil zurückkamen gab es gleich richtig Stress - ich durfte gar nicht ins Haus hinein aber meine Oberhündin, die noch dazu seit Tagen stark verkühlt ist, wurde beim Betreten des Wohnzimmers starr vor Schreck, denn es müffelte bereits im ganzen Raum nach "Katastrophe" - das Aquarium - die Fische alle tot.....! So schlimm war es zum Glück nicht aber unser Ancistrus "Rüssel" war wohl schon vor einigen Tagen gestorben und hatte das ganze Becken verseucht. 2 Stunden war die Oberhündin damit beschäftigt Wasser zu tauschen, die vergammelten Fischreste zu entfernen, einen Kohlefilter einzusetzen und Dreck abzusaugen. Die anderen Fische erholten sich im frischen Wasser relativ schnell aber es war knapp, denn die meisten hingen nur noch nach Sauerstoff lechzend in Filternähe herum vor allem die Siamesische Rüsselbarbe, die auch schon sehr groß ist!

Anm. der Oberhündin: "Rüssel" war der letzte Fisch aus dem Erstbesatz meines Aquariums vor gut 10 Jahren - so genau weiß ich es selbst nicht mehr wie lange das her ist. Dass mein Wels nun nicht mehr lebt macht mich schon traurig, allerdings werden diese Fische ca. 10 - 12 Jahre alt und so gesehen ist er wahrscheinlich einfach an Altersschwäche gestorben. Das Problem war in erster Linie, dass das in meiner längeren Abwesenheit geschehen und mein Aquarium sehr klein ist, da ist der Tod eines 8-10cm-Fisches zuviel für die Wasserqualität. Nicht auszudenken, wenn ich wegen meiner Verkühlung erst am Dienstag zurückgekommen wäre. Inzwischen habe ich 5 Keilfleckbärblinge eingesetzt, damit der einzelne Bärbling auch  Gesellschaft hat. Jetzt ist wieder mehr Leben im Becken. 

Montag, 27. Februar 2012

Abschied von Ramon


Hallo ihr Lieben, ich bin wieder solo, der arme Ramon hat es trotz aller Bemühungen unserer Oberhündin nicht geschafft. Am 25. Jänner war sein Leidensweg zu Ende.
Den ganzen Bericht und auch die letzten Fotos findet ihr durch Klick auf "weitere Informationen".

Sonntag, 11. September 2011

Ramons Krankentagebuch

Die letzten Wochen waren für Ramon und mich nicht leicht, denn nach der erfolgreich verlaufenen Rücken-OP stellte sich beim Kontrolltermin am 
22. August heraus, dass der Hund massiv entzündete Hoden hatte, die eine Kastration erforderlich machten, da das Gewebe bereits abzusterben begonnen hatte. Die Ursache ließ sich nicht genau feststellen aber möglicherweise hatten sich die Symptome überlagert und wurden von mir der Cauda equina zugeordnet. Fakt war, dass Ramon gleich ganz gut laufen konnte, sich nachts aber nicht hinlegte (ich machte den ungewohnten Trichter dafür verantwortlich) und viel vor sich hinjammerte beim Liegen aber nie Schmerzlaute beim Spaziergang von sich gab. Die nassen Flecken am Boden überall dort wo er gesessen hatte leckte er immer weg und ich dachte, dass sie von der Leckerei kämen und nicht umgekehrt.

Sonntag, 29. August 2010

Jetzt san die Tag' scho kürzer wor'n....

Unweigerlich entfliehen die letzten Ferientage so wie dieser Heißluftballon, den ich vor kurzem über den See schweben sah. Das Wetter hat abgekühlt und die Stimmung wird  überall schon herbstlich. Der Temperatursturz innerhalb von nur 12 Stunden betrug gleich 15 Grad. Es darf bald geheizt werden!
Jedes Jahr fällt es mir schwerer von hier wegzugehen zurück in den Alltagstrott. Ich mag den Herbst und bedaure es ihn nicht hier verbringen zu können. Besonders im September, wenn es noch sonnig und warm ist aber wesentlich ruhiger wird, man in die Stadt fahren kann ohne ewig im Stau zu stehen und ohne in einem Strom kurzbehoster Schlapfentouristen zu ersticken. Das ist dann meine Jahreszeit, da kann ich all das unternehmen zu dem ich bei grosser Sommerhitze keine Lust habe - stundenlang wandern, um den See radeln, mit Sissy und Ramon umherstreifen ohne dauernd auf freilaufende Hunde zu stoßen, sowie Herden von Radlern und Spaziergängern ausweichen zu müssen. Ja, kann schon sein, dass ich etwas einzelgängerisch veranlagt bin........
Malen draußen in der herbstlichen Natur, wenn sich die Blätter rotgolden färben und das Licht so klar ist, dass man kilometerweit sehen kann, wäre auch ein seit Jahren gehegter Wunsch, dem ich bisher noch nicht nachgeben konnte.
Das soll hier sicher kein Gejammer sein, denn nichts liegt mir ferner. Ich weiß, wie gut ich es habe und ich genieße das auch. Was mich nervt und mir eben zu solchen Abschieden stärker zusetzt als sonst ist nicht die Arbeit an sich. Die mache ich immer noch gerne, allerdings finde ich die Umstände drumherum von Jahr zu Jahr mühsamer. Zunehmende Kleinkariertheit, Bevormundung statt Weiterentwicklung und sinnlose Leerläufe, die zu nichts anderem dienen als die Zeit zu vergeuden, die eigentlich den Schülern zu Gute kommen sollte. Es ist heute weniger wichtig zu lehren und immer wichtiger irgendetwas zu verwalten, zu evaluieren und vor allem stundenlang darüber zu reden. 

Ich könnte noch wesentlich mehr zu dem Thema anmerken aber das würde hier zu weit führen. Jetzt ist Sissy wieder an der Reihe!



Freitag, 25. Juni 2010

Schon wieder Idefix......


Super, seit kurzem sind wir wieder zu dritt, denn am Mittwoch kam die Oberhündin abends plötzlich mit Idefix und seinem Herrchen an. Schwupps, schon stand der kleine Bursche in unserem Garten und blieb gleich da. Ich finde das gar nicht gut, jetzt hat unsere Oberhündin noch weniger Zeit für uns - aber was soll man machen, sie wird schon wissen was sie tut. Allerdings hat sie beschlossen uns allmählich aneinander zu gewöhnen, denn sonst werden wir nie gemeinsam herumlaufen können.
Inzwischen gab es bereits mehrere Schnupperphasen, meist zu zweit aber eine auch zu dritt im Zimmer. Idefix wedelte freundlich und ich war "not amused" arrangierte mich aber. Schließlich gab es für uns drei eine Menge Leckerlis, da hockten wir sogar friedlich nebeneinander. Inzwischen hat sie uns wieder getrennt aber ich nehme an sie wird es wieder probieren.
Den Kommentar meiner Oberhündin könnt ihr unter dem folgenden Info-link lesen.

Montag, 15. März 2010

Protestschreiben des SVÖ/ÖKV



Dieses Protestschreiben finden alle Interessenten auf der Homepage des SVÖ
http://www.schaeferhund.at

Sonntag, 14. März 2010

Drohendes Verbot der Schutzhundausbildung


Auf Facebook fand ich diesen ÖGV-Beitrag, den der unten angegebene Michael gepostet hatte und der ein sehr umfassendes Statement zu der anstehenden Diskussion über das drohende Schutzhundeverbot in Wien ist .

Heute ist es Wien und morgen ganz Österreich, wo endet das mit den Verboten. Man hat den Eindruck, dass eine hilflose Politik sich nur noch über Verbote definieren kann. Wir disziplinierten Hundesportler, die eine Menge Zeit, Geld aber vor allem Liebe, Fleiß und Energie in die korrekte Ausbildung unserer Hunde investieren, werden von profilierungssüchtigen PolitikerInnen, die sich zuwenig oder über falsche Kanäle informieren, pauschal kriminalisiert. Durch ein Verbot unseres Sportes werden einige vielleicht in's benachbarte Ausland abwandern, die meisten aber werden gezwungen aufzugeben oder in die Illegalität gedrängt. Die aber, die bereits illegal Hunde wirklich SCHARF machen, die werden weitermachen wie bisher. Dazu benötigt man weder einen Trainer noch einen Hundeverein, und schon gar keine öffentliche Prüfung, das geht in den "eigenen vier Wänden". Am schlimmsten sind jene "militanten" selbsternannten Tierfreunde und -schützer, die meinen ein Tier gehöre nicht für Wachzwecke missbraucht - die Wachfunktion ist jedem Hund zueigen und die unkontrollierte Wachbereitschaft ist unter anderem einer der Gründe für allerlei Unfälle und Beißattacken von Hunden egal welcher Grösse! Erst durch die professionelle Ausbildung wird dieser Beschützerinstinkt kontrollierbar. Unsere Arbeit endet nicht nach der BH- oder BGH-Prüfung, sondern erfordert ein lebenslanges Training.
Ich selbst habe in den vergangenen 20 Jahren bereits 5 Deutsche Schäfer im Schutzhundesport gearbeitet und auch turniermäßig geführt. Keiner davon war aggressiv oder überhaupt je in eine Beißattacke verwickelt, im Gegenteil je höher der Ausbildungsstand desto ruhiger und selbstsicherer waren diese Hunde. Der einzige zu aggressivem Verhalten neigende Hund war mein Strolch, ein sich jeglichem Erziehungsversuch widersetzender Mischlingsrüde aus dem Tierheim (bei dem sicher meine damalige Unkenntnis ein Teil des Problems war).


Ich erlaube mir nun eine Kopie dieses Beitrags hier zu posten und kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand im ÖGV (dessen Mitglied ich auch bin) etwas dagegen haben sollte, dass dieser Brief ein möglichst breites Publikum erreicht.

Donnerstag, 7. Jänner 2010

Feiertag mit Hindernissen

Tag 2 mit Ramon und schon wieder neue Aufregungen, weil er sich im Schnee irgendwo verletzte und der Gang zum Tierarzt unvermeidlich wurde. Gestern mittag war ich mit einer Freundin beim Lieblingsitaliener verabredet und klarerweise ließ ich Ramon und Sissy vorher noch im Garten auslaufen. Es hatte in der Nacht gut 10 cm Neuschnee gegeben und da muss es wohl passiert sein, dass Ramon im weichen Schnee die Mauerkante übersah, einbrach und mit der Pfote die Steinstufe entlang schrammte. Als ich ihn in's Haus herein rief bemerkte ich noch nichts aber beim Weggehen sah ich das ganze Blut vor der Tür im Schnee. Da entdeckte ich auch am Teppich der Veranda jede Menge Blutspritzer. Ich fürchtete, dass sich der Hund die 5. Kralle abgerissen haben könnte und verband ihn erst einmal. Eigentlich wollte ich zunächst abwarten aber ich hätte während des Essens doch keine ruhige Minute gehabt. Also nahm ich ihn vorsorglich im Auto mit und rief gleich meinen Tierarzt an. Gemeinsam fuhren wir dann in die Ordination, wo Ramon einen Verband bekam und eine Antibiotikaspritze. Es war zum Glück nicht die Kralle sondern "nur" eine Wunde oberhalb an der Pfote, die Ramon wenigstens beim Laufen nicht behinderte!
Der Hund ist zwar sehr wehleidig aber dadurch läßt er auch die Bandage in Ruhe, denn es könnte ja ziepen wenn er daran zieht. Ich schaffte es nicht einmal ihm den vom Tierarzt übergezogenen Plastiksack herunterzunehmen, weil dieser mit Tape am Fell festgeklebt war. Die halbe Nacht stand Ramon dann unschlüssig in der Tür der Veranda, weil er gerne zu mir hereingekommen wäre aber noch immer den glatten Boden scheute, dafür ist er jetzt so müde, dass er im Sitzen einschläft!
(Anm. 9.01.: es war doch die Kralle, wie die Tierärztin heute feststellte, Ramon bekam einen neuen Verband und wir müssen am Mittwoch wieder hin, die Kosten bereits ganz beträchtlich)

Sonntag, 5. Juli 2009

Wieder daheim

Hallo ich bin wieder daheim - heute vormittag holte mich meine Oberhündin wieder zu sich. Ich wartete geduldig auf dem Hundeplatz, während meine Ziehmama mit ihrer "Meute" auslaufen war, als ich sie kommen hörte. Schon machte sie die Tür auf und dann kannte meine Freude keine Grenzen. Allerdings fühlte ich mich schon ein bißchen hin- und hergerissen zwischen meiner Ziehmama und meiner Oberhündin. Immer wieder lief ich zwischen den beiden hin und her, während diese noch Kaffee tranken. Aber dann fuhren wir gemeinsam nach Hause und jetzt liege ich auf dem Teppich und genieße den ersten gemeinsamen Abend.

Anm. der Oberhündin: Es war in Eindhoven ganz genauso wie ich es vorausgesehen hatte, denn unser Hotel lag mitten in der Stadt auf einem idyllischen Platz ohne Schatten, das Zimmer unter dem Dach war nur über eine steile Treppe zu ersteigen, der hoteleigene Parkplatz vom Haus aus gar nicht erreichbar und die Zufahrt nachts verschlossen. In meinem Zimmer unter dem Dach war es auch nachts sehr warm, denn während unseres Aufenthalts war es für diese sonst eher regenreiche Gegend ungewöhnlich heiss und trocken! Ich hätte wirklich nicht gewußt, wie und wo ich meine Sissy unterbringen hätte sollen. Auch waren wir tagsüber viel unterwegs und an dem Tag der Masterpräsentationen den ganzen Tag in der Uni.




(Die Fotos zeigen drei Ansichten dieses "Wilhelminaplein")

Dienstag, 30. Juni 2009

Reisevorbereitungen

Oje, meine Oberhündin ist gerade am Packen, wo soll es denn diesmal hingehen? Ich habe da sowas läuten hören, dass sie ohne mich fahren will. Ich finde das gar nicht gut aber vielleicht darf ich wenigstens zu meiner Ziehmama Brigitte.

Ja, ganz richtig meine "Kleine", das alles fällt mir nicht leicht und ich hätte dich lieber mitgenommen. Da ich nicht allein fahre und auch nicht weiß ob in unserem Hotel Hunde willkommen sind, ist es besser so und ausserdem kann es Anfang Juli ganz schön heiss werden. Da kannst du nicht die ganze Zeit im Auto sitzen
, wenn ich beruflich unterwegs bin! Deshalb bin ich sehr froh, dass du bei deiner Ziehmama sein kannst, da weiß ich dich gut aufgehoben! Also sei schön brav und mach mir keine Schande!

Freitag, 30. Jänner 2009

27. Dezember 2008 "Addio per sempre..."



Jetzt erst habe ich von meiner Freundin die Bilder erhalten, die sie am 27. Dezember 2008 bei der Überstellung meines Wohnwagens an seinen neuen Standort gemacht hat. Erst beim Ansehen der Fotos wurde mir die Endgültigkeit dieses Abschieds richtig bewußt. Immer noch erfüllt es mich mit großem Bedauern, dass ich weder einen neuen Standort noch eine Möglichkeit zum Überstellen gefunden hatte. Im Verein war es klar, dass sie dieses "Teil" nicht auf ihrem schönen neuen Platz haben würden wollen und so bleibt als kleiner Trost nur, dass mein geliebter Campingwagen von seinen neuen Besitzern geschätzt wird und sie ihn solcherart vielleicht sogar vor der Verschrottung gerettet haben. Inzwischen sind bereits die Leitungen erneuert, die Gasanlage überholt und die Fenster repariert, für all das hätte ich sicher einiges investieren müssen.

Montag, 31. Dezember 2007

Erinnerung an Strolch 1987-1997

Das Weihnachtsgeschenk meines Bruders bestand aus einer Vielzahl alter Familienfotos, die eine Menge Erinnerungen weckten und siehe da auch mein Strolch war dabei.

Ja und das hier war mein Strolch, mein zweiter Hund, ein Schnauzer-Boxermix, den ich als Welpe aus dem Tierheim holte und der mich fast 10 Jahre begleitete. Er war ein ganz besonderer Hund, er wußte ganz genau, wann etwas in Arbeit ausarten hätte können und genauso verhielt er sich in der Ausbildung und bei allen meinen Erziehungsversuchen. Sein Ruf war wesentlich schlechter als seine Taten, denn er sah irgendwie Respekt einflößend aus. Zweimal im Jahr focht er mit mir die Rangliste aus. Allerdings nur mit mir, die anderen hatten wohl soviel Respekt vor seinem wilden Gehabe, dass sie sich auf keine Konfrontationen einließen.
Irgendwie passte auf Strolch der Ausspruch frei nach "Poldi Huber", dem literarischen Denkmal eines Wiener Schülers: "Der Hund ist ein treues Tier, von Zeit zu Zeit wird er untreu, worauf er von seinem Herrn eine "Fotze" bekommt, worauf er wieder treuerer wird!"
Wir hatten viele schöne Jahre zusammen, Strolch war trotz allem ein guter Hund, nie hat er etwas zerissen, er wartete stundenlang daheim bis ich aus der Schule kam und er leistete meinem Vater gerne Gesellschaft, wenn ich mit Schäferhündin Aika, die ich 1995 dazu nahm, zum Training fuhr. Mit ihm unternahm ich, solange er noch allein war, die weitesten Spaziergänge und erkundete stundenlang die Gegend. Er bewachte seinen Besitz, vor allem das Auto, als seien es die englischen Kronjuwelen. Mit ihm hätte ich nachts die dunkelsten Gegenden durchstreifen können ohne dass mir etwas passiert wäre.
Ja, so war er, mein Strolch! Im Jänner 1997 ereilte ihn leider das traurige Schicksal einer Magendrehung, die den bis dahin gesunden Hund innerhalb weniger Stunden von meiner Seite riss!

Strolch

"Als Hund eine Katastrophe aber als Mensch unentbehrlich!"
(Zitat des verstorbenen deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau über seinen Hund)

Dienstag, 6. November 2007

Herbstferien

In diesem Jahr ergab es sich, dass meine Oberhündin insgesamt eigentlich 10 Tage Ferien hatte, zwar nur am Papier, weil sie ja noch ins Geschäft musste aber immerhin blieb noch eine knappe Woche übrig und die nutzten wir um an den See zu fahren. Noch Montag abend ging es los, nachdem wir den ganzen Tag gepackt und geputzt hatten. Die Fahrt verlief angenehm und das Wetter war gut, weder Regen noch Nebel. Wir kamen zwar erst um 22 Uhr an, im Haus war es saukalt aber nachdem die Oberhündin alles hineingetragen und eingeheizt hatte gingen wir schnell zu Bett, denn oben im Schlafzimmer war es viel schneller kuschelig warm.
Am Dienstag regnete es den ganzen Tag, wir blieben fast nur im Haus. Allerdings mußte das Auto in die Werkstatt und da latschten wir dann durch den strömenden Regen nach Hause. Mittwoch fuhren wir mittags zum Training, ich war noch läufig und zeigte mich etwas "ang'rührt", machte dann aber meine Übungen ganz brav, vorallem im Schutz war ich wieder gut drauf! Auf dem Heimweg nach Salzburg steckten wir dann 1 1/2 Stunden in Linz im Stau und brauchten eine Ewigkeit nach Hause!
Der Donnerstag war ein Supertag, klar und sonnig - ein Traum - da durfte ich eine lange Wanderung machen. Wir marschierten die gewohnte Runde zum Wald und übers Hochmoor und den Bach entlang zurück nach Hause.
Täglich übte die Oberhündin mit mir Unterordnung und legte mir Gegenstände für die Fährtenarbeit. Ich sollte mich bei jedem dieser komischen Teile hinlegen - warum bloß???? Also so ganz habe ich es nicht verstanden aber es wird schon noch werden.
Freitag ging es in die Stadt zum Großeinkauf, dann neigte sich die Woche hier schon wieder dem Ende zu. Sonntag war wieder das Einwintern, Putzen und Werkeln dran und ich die meiste Zeit eher im Weg. Zu guter Letzt fand die Oberhündin noch so einen kleinen stacheligen Gesellen im Garten, dem gab sie sogar m e i n e Fährtenschälchen und er durfte im Haus schlafen! Sonntag nahm sie ihn dann mit nach Wien, sie nannte diese Stachelkugel "Igel" und meinte er sei zu schwach um den Winterschlaf zu überleben! Tatsächlich wog der kleine Kerl nur knapp 250g, dabei sollte er laut Tierarzt 600 - 800g haben. Jetzt füttert und umsorgt sie dieses Tier so sehr, dass ich direkt eifersüchtig werden könnte.

Anmerkung der Oberhündin:

Leider waren meine Bemühungen um den kleinen Igel vergeblich, denn er ist in der vergangenen Nacht um 1.30 gestorben. Dabei hatte ich gestern noch einen Termin bei meinem Tierarzt für heute vormittag ausgemacht. Als ich abends vom Dienst kam war der Kleine schon ganz schlaff. ich wärmte ihn und versuchte ihm Futter einzuflössen aber es war vergeblich. Ich bin sehr traurig, weil ich gehofft hatte ihn noch rechtzeitig versorgen lassen zu können, aber wie so oft waren das Wochenende und die Reise wohl schon das Todesurteil. Ich habe meinen kleinen Pflegling im Garten bei den Hortensien begraben und einen schweren Stein daraufgelegt, damit ihn Sissy nicht wieder ausbuddelt! Dieses Foto machte ich vor zwei Tagen im Ferienhaus, da machte der kleine Igel überhaupt keinen kranken Eindruck!

Montag, 15. Oktober 2007

Geburtstagsmonat Oktober

Drei meiner vier Deutschen Schäfer wurden im Oktober geboren. Heute am 15. 10 hätte Baghira ihren 10. Geburtstag gefeiert (ihr habe ich auf "baghs-pawprints" einen eigenen Beitrag gewidmet) und Wiff wäre am 21. dieses Monats bereits 11 geworden! Sissy (sh. unten) war am 2.10. zwei Jahre alt.
Auch einige meiner Freunde sind im Oktober geboren und erst letztes Wochenende anläßlich von R's Feier dachte ich an das Fest vor 10 Jahren und die Freude über die Geburt meiner Baghira einige Tage später.
Jetzt ist all mein Eifer nur noch auf Sissy konzentriert und nach den Jahren mit zwei bis drei Hunden gleichzeitig genieße ich es mich ausschließlich ihr widmen zu können! Ich freue mich jeden Tag über ihre Anhänglichkeit, ihre Lernwilligkeit und unser angenehmes Zusammenleben.

Dienstag, 2. Oktober 2007

Happy Birthday!

Meine "Kleine", jetzt also bist du richtig erwachsen! Die Zeit ist schon wieder einmal viel zu schnell vergangen, seit ich dich im April 2006 zu mir genommen habe. Keinen Tag habe ich meinen Entschluß bereut, weil Ich sofort gespürt habe, dass du die Richtige für mich bist!
Und wieder einmal könnte man mit Reinhard Mey sagen "wie vor Jahr und Tag liebe ich dich doch, vielleicht weiser nur und bewußter noch und noch immer fort ist ein Tag ohne dich, ein verlorner Tag, verlorne Zeit für mich...." ok, du bist "nur" ein Hund - aber was für einer - ruhig, sicher, friedfertig und brav, dabei lernst du schnell und machst deine Sache nicht nur in meinen Augen sehr gut. Alles andere wird die Zukunft zeigen aber auch wenn du kein toller Schutzhund werden solltest, weiss ich genau, dass ich vor 18 Monaten die richtige Entscheidung getroffen habe! Danke meine "Sissel", dass es dich gibt!

Samstag, 12. Mai 2007

Begegnung im Wald

Die letzte Nacht verbrachten wir wieder einmal in unserem Wohnwagen, wo ich die ganze Zeit neben meiner Oberhündin liegen durfte. Als wir dann morgens unsere Waldrunde drehten, schaute ich plötzlich einem kleinen Federknäuel direkt in die gelben Augen! Da hockte doch glatt ein junger Kauz auf einer Baumwurzel und starrte uns beide erschreckt an. Schnell musste ich etwas entfernt liegen bleiben, damit die Oberhündin dieses Federding genauer ansehen konnte. Schließlich holte sie noch den Fotoapparat und machte einige Bilder! Dadurch kann sie vielleicht herausfinden welche Eulenart es war! Sie tippt auf Waldohreule oder Rauhfusskauz aber viel Ahnung von der Materie hat sie nicht.
Anm. der Oberhündin: Laut Auskunft von Frau Dr. Monika K. von eulenwelt.de handelt es sich um eine junge Waldohreule. Sie schrieb mir auch, dass es gut war den Vogel nicht mitzunehmen. Junge Eulen verlassen das Nest ehe sie fliegen können und sitzen als sogenannte Ästlinge in den Zweigen der Bäume. Wenn sie mal herunterfallen, klettern sie mit Hilfe ihres Schnabels wieder den Stamm hinauf. Die Altvögel versorgen ihren Nachwuchs noch sehr lange und halten sich meist in der Nähe auf auch wenn wir sie nicht sehen können.