Freitag, 18. Mai 2007

Wandertag im Verein

Heute machten wir eine weite Wanderung zusammen mit den Kursteilnehmern und ihren Hunden. Da war vielleicht was los. Insgesamt marschierten weit über zwanzig Teilnehmer mit. Der Weg führte uns zuerst Richtung Anitzberg, wo wir dann die Unterführung nehmen mussten um die stark befahrene Freistädter Strasse queren zu können. Von dort war es gar nicht weit bis zur Labestation. Das Wetter war richtig sommerlich und ich war ausser Rand und Band vor Bewegungsdrang. Wenn die Oberhündin arbeitet habe ich nur wenig Auslauf ausser dem bisschen Gassigehen und meinem Garten! Ich zog ganz schön an der Leine, wäre viel lieber frei herumgetollt aber wenn soviele im Rudel marschieren dann geht das leider nicht.
Schließlich erreichten wir die Labestation, wo schon Tische, Bänke und Sonnenschirme warteten - auf den Fotos sieht man die müden Wanderer bei der Rast. Haben halt alle keine Kondition. Für die Zweibeiner gab es leckere Brote und erfrischende Getränke. Ich bekam frisches Wasser aus meinem lila Napf und hatte einen eigenen schattigen Rastplatz unter diesem Alleebaum. Als alle sich gestärkt hatten mussten wir weiter. Unsere Betreuer Michi und Judith hatten im Vereinsheim alle Hände voll zu tun um die abendliche Grillerei vorzubereiten!
Zuerst ging es die Biowiese entlang, wo wir oft Fährte trainierten. Da gab es einen kleinen Ausreissversuch eines Kumpels, doch dieser währte nur kurz, weiter ging es durch den Wald und schließlich hinein nach Unterweitersdorf und über die grosse Wiese zurück zu unserem Abrichteplatz. Für mich und die meisten von uns Vierbeinern hätte es ruhig noch weiter gehen können aber diese Zweibeiner drängte es schon wieder zur Futterschüssel. Der Fresstrieb muss bei euch Menschen besonders stark sein! Wir durften uns nur die Düfte um die Nase wehen lassen, denn abgegeben haben sie uns nichts von den feinen Sachen! So gegrilltes Zeug soll ja ganz ungesund sein für Tiere - ich glaube nicht nur für diese! Der Grillmeister legte sich jedenfalls gründlich in's Zeug, wie man sieh, damit die Gäste nicht zu lange warten mussten!Schade ist nur, dass es solche Wanderungen meistens nur einmal im Jahr gibt - im Herbst ist das Wetter oft schon zu schlecht und die Tage sind wesentlich kürzer - da kann es vorkommen, dass es schon beim Kursnachmittag ziemlich düster ist. Meine Oberhündin und ich lieben lange Wanderungen und sind beim nächsten Mal gerne wieder dabei!

Donnerstag, 17. Mai 2007

Wieder etwas Neues!

Das war heute ein Tag! Schon in der Früh starteten wir zu einem Ausflug in's Burgenland. Mit dem kleinen roten Auto, welches zu einem Check in die Werkstatt musste. Die Bequemlichkeit lässt da sehr zu wünschen übrig, wie ich bereits im letzten Sommer feststellte. Doch heute war es eher kühl und regnerisch, da konnte ich es gut aushalten.
Als wir bei der Schwester meiner Oberhündin ankamen durfte ich gleich aus dem Auto, denn wir machten gemeinsam mit Leon und dessen Frauerl einen ausgiebigen Spaziergang. Um uns Hunde richtig müde zu machen - wie ich den Gesprächen entnehmen konnte - was das bedeutete, wurde mir erst später klar.
Heute stand mir nämlich noch eine Fahrt mit dem Autobus bevor! Das wäre gar nicht so schlimm gewesen aber ich musste so ein lästiges Plastikteil über meine Schnauze gestülpt tragen. Die Reise dauerte fast zwei Stunden, danach mussten wir noch mit der S-Bahn fahren und das alles mit diesem Maulkorb!!! Zu meinem Glück waren in dem Bus nur ganz wenige Leute, so dass die Oberhündin mir das Ding gleich herunternahm, sobald wir auf unserem Platz saßen. Das rote Auto werden wir erst in einer Woche abholen - hoffentlich darf ich da daheim bleiben!

Samstag, 12. Mai 2007

Begegnung im Wald

Die letzte Nacht verbrachten wir wieder einmal in unserem Wohnwagen, wo ich die ganze Zeit neben meiner Oberhündin liegen durfte. Als wir dann morgens unsere Waldrunde drehten, schaute ich plötzlich einem kleinen Federknäuel direkt in die gelben Augen! Da hockte doch glatt ein junger Kauz auf einer Baumwurzel und starrte uns beide erschreckt an. Schnell musste ich etwas entfernt liegen bleiben, damit die Oberhündin dieses Federding genauer ansehen konnte. Schließlich holte sie noch den Fotoapparat und machte einige Bilder! Dadurch kann sie vielleicht herausfinden welche Eulenart es war! Sie tippt auf Waldohreule oder Rauhfusskauz aber viel Ahnung von der Materie hat sie nicht.
Anm. der Oberhündin: Laut Auskunft von Frau Dr. Monika K. von eulenwelt.de handelt es sich um eine junge Waldohreule. Sie schrieb mir auch, dass es gut war den Vogel nicht mitzunehmen. Junge Eulen verlassen das Nest ehe sie fliegen können und sitzen als sogenannte Ästlinge in den Zweigen der Bäume. Wenn sie mal herunterfallen, klettern sie mit Hilfe ihres Schnabels wieder den Stamm hinauf. Die Altvögel versorgen ihren Nachwuchs noch sehr lange und halten sich meist in der Nähe auf auch wenn wir sie nicht sehen können.

Dienstag, 1. Mai 2007

Tag der Prüfung

Kaum daheim und schon wieder dahin! Die Oberhündin musste zu ihrer FL-Prüfung und hatte sich dafür extra frei genommen. Montag früh fuhren wir in's Waldviertel - nach Gr. Siegharts, damit sie noch ein bißchen im Gelände üben konnte. Dann durfte ich im Garten toben und spielen während sie dicke Skripten wälzte und Berge von Notizen machte. Na, ich bin ja gespannt ob sie es schafft - viel gelernt hat sie nämlich nicht - und so etwas ist selbst Lehrerin! Da würden ihre Schülerinnen aber schauen, wenn sie das wüssten! Hoffentlich weiss sie wenigstens in Zukunft, wo sie meine Wurststückchen hingelegt hat und verläßt sich nicht nur auf meine Nase!
Die Prüfung:
Für mich bedeutete das wieder stundenlanges Warten aber schließlich hatte sie das Zertifikat zur Meisterschnüfflerin - ha ha, ich frage mich sowieso, wie diese Zweibeiner mit ihrem schwachen Geruchsinn überhaupt wissen können, wo sie gegangen sind. Der eine Prüfer, ein gewisser R., meinte es seien unter anderem auch die Gummistiefel!?!?!?!
Das Rahmenprogramm für mich konnte sich sehen lassen, ich durfte viel herumtoben, spielen und laufen und so konnte ich auch die paar Stunden der Prüfung gut überstehen!

Anmerkung der Oberhündin:
Danke Hermann und viel Glück bei der Fährten-WM in der Schweiz! Vielen Dank vor allem an Fritz für die Unterstützung!