Montag, 31. Dezember 2007

Erinnerung an Strolch 1987-1997

Das Weihnachtsgeschenk meines Bruders bestand aus einer Vielzahl alter Familienfotos, die eine Menge Erinnerungen weckten und siehe da auch mein Strolch war dabei.

Ja und das hier war mein Strolch, mein zweiter Hund, ein Schnauzer-Boxermix, den ich als Welpe aus dem Tierheim holte und der mich fast 10 Jahre begleitete. Er war ein ganz besonderer Hund, er wußte ganz genau, wann etwas in Arbeit ausarten hätte können und genauso verhielt er sich in der Ausbildung und bei allen meinen Erziehungsversuchen. Sein Ruf war wesentlich schlechter als seine Taten, denn er sah irgendwie Respekt einflößend aus. Zweimal im Jahr focht er mit mir die Rangliste aus. Allerdings nur mit mir, die anderen hatten wohl soviel Respekt vor seinem wilden Gehabe, dass sie sich auf keine Konfrontationen einließen.
Irgendwie passte auf Strolch der Ausspruch frei nach "Poldi Huber", dem literarischen Denkmal eines Wiener Schülers: "Der Hund ist ein treues Tier, von Zeit zu Zeit wird er untreu, worauf er von seinem Herrn eine "Fotze" bekommt, worauf er wieder treuerer wird!"
Wir hatten viele schöne Jahre zusammen, Strolch war trotz allem ein guter Hund, nie hat er etwas zerissen, er wartete stundenlang daheim bis ich aus der Schule kam und er leistete meinem Vater gerne Gesellschaft, wenn ich mit Schäferhündin Aika, die ich 1995 dazu nahm, zum Training fuhr. Mit ihm unternahm ich, solange er noch allein war, die weitesten Spaziergänge und erkundete stundenlang die Gegend. Er bewachte seinen Besitz, vor allem das Auto, als seien es die englischen Kronjuwelen. Mit ihm hätte ich nachts die dunkelsten Gegenden durchstreifen können ohne dass mir etwas passiert wäre.
Ja, so war er, mein Strolch! Im Jänner 1997 ereilte ihn leider das traurige Schicksal einer Magendrehung, die den bis dahin gesunden Hund innerhalb weniger Stunden von meiner Seite riss!

Strolch

"Als Hund eine Katastrophe aber als Mensch unentbehrlich!"
(Zitat des verstorbenen deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau über seinen Hund)

Dienstag, 25. Dezember 2007

Weihnachten 2007

Dieses Weihnachtsfest verbrachten wir wieder bei der Schwester meiner Oberhündin, im letzten Jahr waren wir über Silvester in Buchschachen und genossen sogar einige Tage dort. Diesmal waren es zwar nur ein paar Stunden aber wir unternahmen einen schönen Winterspaziergang. Da es leicht schneite war es besonders stimmungsvoll.
Nach dem Abendessen und der Bescherung ging es zurück nach Hause, wo schon unser geschmücktes Bäumchen wartete. Da gab es dann auch für mich ein Festessen.
Leider war das Wetter die ganzen zwei Ferienwochen kalt und trüb und es war nicht besonders einladend draussen, so verbrachten wir sehr entspannte Tage. Dabei werkte und schlichtete meine Oberhündin unsere Sachen in Küche und Keller, weil der Platz in dem kleinen Haus sonst schnell zu knapp wird. Unser Christbaum steht heuer auf dem Sideboard beim Blumenfenster, das sieht sehr schön aus und das kostbare Glitzerzeug meiner Oberhündin ist auch noch unversehrt, trotz meiner heftigen Schwanzwedlerei! Die Südtiroler Krippe hat Zuwachs von den drei Hl. Königen bekommen, wie ich beobachten konnte. Sie steht nämlich direkt vor meinem Schlafplatz, da habe ich alles ganz genau im Blickfeld.
Die Silvesternacht feierten wir ebenfalls daheim, erst um Mitternacht ging die Oberhündin sich das Feuerwerk rundherum anschauen. Ich war wegen der vielen Knallerei froh im Haus bleiben zu können! Dafür durfte ich am Neujahrsnachmittag mit zu einem Spaziergang mit unserer Nachbarin. Der führte uns hinauf zu den Weingärten beim Maurer Wald.

Sonntag, 16. Dezember 2007

"Alles für die Katz!"

Gleich nach unserer Rückkehr nach Wien traf sich meine Oberhündin allein mit einer KATZENZÜCHTERIN! Ich meinte mich verhört zu haben, sie spielte doch ernsthaft mit dem Gedanken wieder eine Katze in's Haus zu nehmen. Mich hat sie allerdings nicht gefragt und auch nicht mitgenommen, ich hätte diesem Plüschtier gleich gezeigt wo's lang geht! Zu meinem Glück wurde aus diesem komischen Einfall dann doch nichts, weil Katzenzüchter ziemlich - na ja, Schwamm drüber, ich fand die Idee meiner Oberhündin sowieso entbehrlich!
Sie war aber doch sehr enttäuscht über das Ganze, vorallem, weil sie, nachdem sie wochenlang nichts mehr gehört hatte, dachte es sei alles ok und der kleine Kater käme zu ihr. Erst eine Woche vor der geplanten Abgabe kam dann die Absage, da fühlte sie sich mehr als gefrotzelt. Schnell schaute sie im Internet bei noch einigen dieser Samtpfotenproduzenten rein und stellte fest, dass die alle etwas eigen sind mit ihren sogenannten "Liebhabertieren". Bei uns Hunden gehen die Uhren diesbezüglich etwas anders!