Posts mit dem Label Familienchronik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Familienchronik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 5. Juni 2018

Kleines Tagebuch und Abschied

06. Juni: Heute begann mein Tag mit einer Fahrt ins Burgenland, weil meine Oberhündin dort Termine hatte. Ich durfte sie ganz alleine begleiten und auch während ihres Friseurbesuchs bei ihr im Salon liegen, viel wegbewegen hätte ich mich eh nicht können, schon der Weg durch das EO bis zum Lift war fast zuviel. Das Foto entstand dann am Nachmittag als sie mich wieder ins Auto hob um mit mir zur Tierärztin zu fahren. Mein noch immer hübsches Aussehen täuscht allerdings über meinen wahren Gesundheitszustand hinweg. Atemprobleme quälen mich und ich kann mein Futter nicht mehr verwerten und werde immer dünner. Ich fühle, dass es Zeit wird von dir, liebe Oberhündin, Abschied zu nehmen, mach es mir nicht länger schwer!
05. Juni: Lange nichts mehr geschrieben, weil es mir zwischendurch ziemlich schlecht ging. Ich würgte und röchelte soviel, dass die Oberhündin mich in unserem Ferienort und daheim erneut zu den Tierärztinnen schleppte. Aber beide meinten eine echte Besserung meines Zustandes sei nicht mehr zu erwarten. Nach den zweimal über 1 Woche verabreichten Antibiotika hat zwar das Würgen und Röcheln weitgehend aufgehört aber trotz der Schmerztabletten geht es mit der Koordination meiner Hinterläufe bergab. Dadurch verliere ich auch immer öfter mein "Gacki"! Das Aufstehen ist oft so anstrengend, dass ich dieses einfach "verliere", das merke ich meistens gar nicht. Gestern bin ich mitten im Fressen plötzlich umgefallen, da hat die Oberhündin gleich ganz komisch geschaut und ich auch - war aber nichts, nur eben diese Schwäche in meinen Hinterbeinen! Im Garten spaziere ich dann wieder relativ munter am Zaun entlang sobald andere Hunde vorbei gehen!
04. Mai: Fühle mich viel besser, konnte heute ohne Hilfe der Oberhündin relativ weit spazieren gehen, sogar bis hinauf zum Wäldchen wo wir bei der kleinen Bank eine Rast einlegten. Die meiste Zeit verbrachte ich mit und ohne Ykon draußen im Garten. Das Futter schmeckt mir und meine Verdauung ist wieder o.k.! Alles im "grünen" Bereich, wie gesagt! Fotos werden später hier hereingestellt, genug fotografiert hat sie ja in den vergangenen Tagen.
Anm. der Oberhündin: Mein Entschluß stand nach der bei Sissy im Wohnzimmer verbrachten Nacht schnell fest. Egal was die Tierärztin sagen würde, Sissy käme auf jeden Fall wieder mit mir heim. Sollte es doch unumgänglich sein, dann nicht jetzt und sofort, das bringe ich einfach noch nicht fertig. Sie bekommt jetzt höher dosierte Schmerzmittel und vielleicht ein anderes Präparat wenn ich wieder daheim sein werde. Sissys Gesamtzustand ist nicht so schlecht, sie hat einen wachen Blick, ist an allem interessiert, hat guten Appetit und ihr Gacki ist auch wieder fest. Ich muss allerdings aufpassen, dass sie auch wirklich alles gemacht hat ehe ich sie wieder ins Haus lasse, denn das war auch mein Fehler. Ich nahm an sie geht auch alles machen, wenn sie draußen ist, weil es früher immer so war. Aber jetzt im Alter scheint das eben nicht mehr so zu sein und da bin ich gefordert besser aufzupassen. Manchmal renne ich 3x abends mit ihr die Gasse rauf und runter ohne dass sie ihr Geschäft erledigt und plötzlich setzt sie sich hin und läßt alles fallen.
03. Mai: Schon um 5:30h ging die Oberhündin mit mir hinaus in den Garten. Wir gingen ein bißchen dort spazieren und dann hinunter zum See. Da liefen auf einmal 2 Rehe rund um das Haus und wollten beim Gartentor hinaus, welches aber geschlossen war. Zum Glück gerieten sie nicht richtig in Panik sondern rannten dann den Weg zurück zum Strandbad, auf dem sie zuvor gekommen waren.
Für den Abend war ich dann mit der Oberhündin bei der Tierärztin  angemeldet. Gestern bekam ich zusätzlich eine Schmerztablette, so dass es mir heute wesentlich besser ging. Auch der Durchfall hatte aufgehört. Die Oberhündin wirkte wesentlich gelöster als gestern und weinte auch nicht mehr die ganze Zeit, wenn man von dem kurzen Geheule am Morgen absieht. Ich wurde gründlich untersucht und bekam eine Spritze, die wie ich mitbekam die Entzündungen bessern soll, denn inzwischen taten mir auch die Gelenke vorne weh (kann aber auch sein, dass ich nur einen Muskelkater vom gestrigen Ausflug auf die Alm habe).
Nachtrag zum 02. Mai: War dann ein Supertag gestern, ich durfte alles, wir spielten am See und ich lag mit Ykon im Garten während die Oberhündin entweder mit der Kamera hantierte mit ihren Malsachen. Ich glaube sie wollte ein Bild von mir malen, weil sie es gar nicht gut fand, dass ich mich immer von ihr weg drehte. Am Abend lud sie mich ins Auto und wir fuhren hinauf zu unserer Alm. Dort waren wir in den vergangenen Jahren immer wieder spazieren oder wir setzten uns an unseren Lieblingsplatz, wo die Oberhündin das eine oder andere Bild malte. Gestern spazierte sie mit mir sehr gemächlich zu der kleinen Hütte hinauf. Beim Ziehbrunnen konnte ich frisches Wasser trinken und mich in der Wiese ausruhen. Die Oberhündin legte sich auf diese "Wiegeliege" und schon begannen wieder ihre Tränen zu fließen. "Warum bist du so traurig, es ist doch so schön hier oben!" Auch den Weg hinunter bis zum Hochstand schaffte ich einigermaßen, dort rasteten wir wieder und dann ging es die kurze Strecke zurück zum Auto und nach Hause. Die Nacht verbrachte ich in meinem Bettchen im Wohnzimmer gemeinsam mit der Oberhündin, die auf dem Fernsehssessel ihr Lager aufgeschlagen hatte. Sah sehr unbequem aus wie sie so verkrümmt auf dem provisorischen "Liegeplatz" lag.
02. Mai: Heute morgen spielte ich mit Ykon im Garten und vergaß komplett, dass ich eigentlich Gassi gehen sollte. Kaum hatten wir alle gefrühstückt, die Oberhündin war gerade im Bad um sich fertig zu machen, passierte es. Ich musste und das wie meistens recht plötzlich, schon war es passiert! Bis die Oberhündin vom Gestank aufmerksam wurde hatte ich alles im Zimmer gleichmäßig verteilt, denn ich hatte zusätzlich Durchfall, in den ich mich auch noch hinein gesetzt hatte. Die Oberhündin war total von der "Rolle", sie sah mich an, wie von der Tarantel gebissen, so als ob das Ende der Welt nahen würde. Im Garten wurde ich dann gründlich gesäubert und auch drinnen alles geputzt. Sofort hörte ich sie telefonieren, doch nicht etwa mit dem Tierarzt? Nach diesen Telefonaten war sie plötzlich ganz traurig und begann zu weinen - doch nicht etwa wegen meiner Haufen???
Anm. der Oberhündin: Da Sissy schon seit über einem Jahr zunehmend Probleme mit dem Gehen hat und auch nicht immer ihre Verdauung kontrollieren kann, geriet ich sofort in Panik, weil die Tierärztin daheim mir schon lange prophezeit hatte, dass sie irgendwann einmal nur noch Durchfall bekommen werde und das dann der Anfang vom Ende sei. Sie stand auch so leidend herum und hatte den Bauch hochgezogen. Ich beschloß aber erst einmal abzuwarten und diesen Tag noch richtig mit Sissy zu genießen ehe ich am folgenden Tag zur Tierärztin vor Ort gehen würde. Allein der Gedanke Sissy schon so bald zu verlieren, ließ mich immer wieder in Tränen ausbrechen. Schließlich nahm ich Sissy und den Fotoapparat und ging mit ihr zunächst hinunter zum See und in den Garten. Gegen Abend fuhr ich mit ihr zu unserem Lieblingsplatz auf die Dichtlalm. Erstaunlicherweise schaffte Sissy den Weg hinauf mit etwas Unterstützung ganz gut und da reifte in mir der Entschluß noch einmal alles zu versuchen um sie noch länger bei mir behalten zu können.
01. Mai: Im Ferienhaus - gestern abend sind wir wieder an den See gefahren, das Wetter ist warm und trocken aber drinnen im Haus ist es recht ungemütlich. Die Oberhündin schaffte gleich alles ins Haus und heizte im Wohnraum ein. Danach gingen wir bald schlafen!
24. April: Seit wir wieder daheim sind geht es mir wieder schlechter und ich habe oft grosse Mühe mich auf den Beinen zu halten. Gestern war es sehr heiß bis über 30 Grad, da lag ich fast nur im Schatten im Garten, während die Oberhündin die Fenster der Veranda putzte. Heute ist es wieder kühler, da fühle ich mich wohler!
22. April: Bei fast durchgehend sommerlichen Temperaturen fuhren wir für eine Woche ins Ferienhaus. Die Oberhündin wollte erstens alles auswintern und zweitens auch die schönen Tage nutzen und viel mit uns spazieren gehen. Solcherart aktiv vergingen diese Tage viel zu schnell. Einen Tag verbrachte sie in Ernstbrunn um Wolf Chitto zu besuchen und anschließend mit uns in Gobelsburg bei Rudi am Hundeplatz vorbeizuschauen. Einen weiteren Tag fuhren wir nach Wagrain, wo sie bei Martin Seer ein allerdings etwas zu kleinwüchsiges Wolfsrudel zu ihrer Krippe abholte. Die Gruppe ist aber so schön, dass sie sie trotzdem dazu stellte obwohl die anderen Figuren wesentlich grösser sind.
06. April: Das Osterwochenende durften Ykon und ich mit der Oberhündin auf der Alm verbringen. Im Ferienhaus wäre es laut Oberhündin zu ungemütlich gewesen also wählte sie die angenehmere Alternative mit geheiztem Zimmer und viel gutem Essen. Wegen meiner Unfähigkeit die Treppe zu erklimmen, mussten wir beide unten bleiben, was aber kein Problem war, denn soviel wie in diesen paar Tagen bin ich schon lange nicht mehr spazieren gegangen. Allerdings benötigte ich immer wieder die Unterstützung der Oberhündin mittels Schlinge unter meinem Bauch. Mit Ykon war sie wesentlich länger unterwegs, meist 3-4x pro Tag mindestens 1 Stunde. Nur am Ostersonntag war das Wetter soo schlecht, dass mich der Sturm gleich am Parkplatz umwarf und über eine Eisplatte schlittern ließ, da beschränkten wir uns auf das Nötigste. Die Oberhündin bekam gleich 3x die Heckklappe auf den Kopf, was ihr so manchen Fluch entlockte. Mittwoch ging es dann wieder nach Hause und jetzt beschränken sich meine Aktivitäten meist auf unseren Garten.
Gleich nach unsere Ankunft wurde ich gründlich gebürstet, ich schaffe den Fellwechsel allein gar nicht mehr, eigentlich bin ich immer im Fellwechsel, denn schon seit Monaten hängt mir ständig die Unterwolle heraus und ich sehe sehr zerzaust aus. Nach dem Bürsten ist es etwas besser und ich verliere allmählich doch das Winterfell. Meine herumliegenden Wollflusen freuen unsere beiden Nebelkrähen, die alles für den Nestbau einsammeln!
04. April: Unsere Schildkröte Kasimir ist schon seit Tagen aktiv und täglich im Garten unterwegs. Jetzt scheint es endlich richtig Frühling zu werden!
23. März: Habe gerade eine gute Phase, liegt vielleicht auch an den ersten wärmenden Frühlingssonnenstrahlen. Gestern machte es mir grossen Spass im Garten herumzulaufen und Ykon zu sekkieren. Er steckt dauernd seine Nase in meinen Po und das finde ich gar nicht gut. Außerdem will er immer direkt bei meiner Oberhündin sein, was ich  nicht zulassen kann, da habe ich die älteren Rechte! Die Oberhündin findet allerdings ich benähme mich wie ein zänkisches altes Weib - bäh! 😕
Calla
14. März: Die erste Hälfte des Monats ist bereits vorüber ohne dass sich etwas Wesentliches ereignet hätte. Da ich täglich spüre wie meine Kräfte schwinden kann ich nur noch wenig unternehmen und meine Tage ziehen gleichförmig dahin. Ich esse, schlafe und laufe ein bisschen im Garten herum, wo ich mich aber schnell in die Wiese lege und an meinen Bockerl kaue. Mein Fellwechsel dauert schon den ganzen Winter obwohl mich die Oberhündin regelmäßig bürstet. Sehe ziemlich zerrupft aus. Sobald ich morgens im Garten war ziehe ich mich in meine Schlafbox zurück und döse vor mich hin. Dabei habe ich grosse Mühe in die enge Box hinein und besonders wieder herauszukommen. Oft muss mir die Oberhündin helfen, dass ich wieder auf die Beine komme. Doch diese Box vermittelt mir das Gefühl der Geborgenheit in einer kuscheligen Höhle. Nebenstehendes Aquarell entstand am Montag beim Malkurs und wurde von der Oberhündin jetzt fertiggestellt.
12. März: Heute war die Oberhündin bis in die Nacht unterwegs. Sie sagte sie wolle zum Malkurs fahren und uns diesmal daheim lassen, weil sie eh nur ein paar Stunden weg wäre. Es war dann auch nicht so schlimm, denn wir waren vorher gründlich auslaufen, hatten Futter bekommen und ruhten uns anschließend aus. Draußen regnete es immer wieder und nachmittag gab es ein kleines Gewitter - verfrühtes Aprilwetter scheint mir.
10. März: Besuch der Oberhündin bei ihrer Schwester ohne Ykon und mich, denn es war sehr sonnig und viel zu warm im Auto, da wollte sie nichts riskieren. Der Frühling zeigt sich derzeit schon mit zweistelligen Plusgraden und auf dem Parkplatz dort gibt es kaum verläßliche Schattenplätze. Heute war der erste Tag seit langem, dass die Oberhündin länger wegblieb, denn sie war jetzt fast 2 Wochen so stark verkühlt, dass sie gar nicht aus dem Haus ging. Da war es wohl höchste Zeit zum Friseur zu gehen, sie sieht mit dem neuen Haarschnitt viel besser aus als vorher mit dem Schnittlauchlook! 
07. März: Das kleine Auto ist wieder da. Heute morgen ging die Oberhündin fort und kam etwas später mit unserem Stadtflitzer zurück. Den hatte letzten Sommer als wir gerade auf der Alm waren daheim der Hagel erwischt und erst jetzt war Zeit diese Schäden zu beseitigen - sieht fast wie neu aus!

Dienstag, 26. Dezember 2017

Weihnacht 2017

Unser hübscher Lichterbaum
Heute darf ich mich wieder melden und erzählen wie wir das Weihnachtsfest verbrachten. Der 24. Dezember war ein fast frühlingshafter warmer und sonniger Tag, allerdings auch sehr stürmisch. Trotzdem beschloss die Oberhündin mit uns zu ihrer Schwester zu fahren. Gleich zu Beginn durften wir an der Lafnitz einen kleinen Spaziergang machen, sehr weit kann ich ja nicht mehr laufen. Mit Ykon ging sie dann noch etwas weiter. Dann verbrachten wir einige Stunden bei Leon und seinen Oberhunden. Wir konnten zwar nicht direkt Kontakt mit ihm aufnehmen, weil das einfach nicht geht und ich außerdem nur mit Mühe aus dem Auto heraus und wieder hineinklettern kann. Auch mit der Rampe geht es nur sehr schwer, weil ich Angst habe herunterzufallen, wenn ich mich doch nicht einmal auf der Ebene sicher auf den Hinterläufen halten kann.
Ykon steht vorne, ich links dahinter.
Am späteren Nachmittag traten wir den Heimweg an und dann gab es daheim Hundekekse und Leckereien, während die Oberhündin die Kerzen auf dem Weihnachtsbaum entzündete und die Krippenbeleuchtung einschaltete, das sah sehr romantisch aus. Ykon und ich stehen auch dort, denn die Oberhündin hat zwei der Hirten jeweils einen Schäferhund anvertraut. Ykon ist der Grössere von den Beiden und ich die kleinere Hündin - ganz wie im richtigen Leben. Allerdings bezweifle ich, dass Ykon bei den vielen Schafen und anderen Tieren so ruhig bei uns stehen bleiben würde! Rechts vorne, das ist eine Wölfin mit einem Jungtier, weil die Oberhündin Wölfe mag und - wie sie es nennt - eine pazifistische Krippe hat, da stehen Wölfe und Schafe friedlich beieinander! ( diese sind leider nicht aus Holz geschnitzt sondern aus Kunststoff, denn die geschnitzten kleinen Wölfe aus Wagrain habe ich schon vor Jahren gefressen als ich allein daheim war - etliche Schafe und Hirten auch aber die konnte die Oberhündin nachkaufen, Wölfe allerdings hat kaum jemand im Schnitzprogramm . . . .! Die Krippe steht seither immer außer meiner Reichweite.) Später ging unsere Oberhündin zu den Nachbarn hinüber, doch nach ihrer Rückkehr widmete sie sich wieder unserem ganz gemütlichen Weihnachtsabend bei Kerzenschein und Musik, bei der wir dann alle einschliefen. 
Den Christtag verbrachte sie einige Stunden auswärts, nachdem sie uns mit allerlei Weihnachtskeksen - solchen für Hunde - verwöhnt hatte und wir bei Sonnenschein draußen auslaufen durften. Ich bleibe ja am liebsten im Garten, wo ich mich jederzeit hinlegen kann sobald ich mich nicht mehr auf den Beinen halten kann. Nach einer kleinen Rast macht es mir dann grossen Spass die auf der Strasse vorübergehenden Artgenossen zu jagen und zu verbellen. Da klappt es kurzfristig doch wieder mit dem Laufen. Den zweiten Weihnachtsfeiertag genossen wir mit unserem Frauchen gemeinsam zu Hause. Sie hatte Hühnersuppe gekocht und wir durften viel von dem leckeren Fleisch und Gemüse verspeisen - ein richtiges Festtagsessen für uns zwei.
Randbemerkung: Liebe Oberhündin, ich bin die ganzen Weihnachtstage sauber geblieben! ich hoffe du weißt das zu schätzen!!!!! Ja, ich weiß, du stehst ja auch mehrmals auf jede Nacht aber trotzdem bin ich stolz auf mich!

Freitag, 22. Dezember 2017

Wintertage des Lebens

Meiner Sissy geht es zunehmend schlechter, weil ihre Hinterläufe immer kraftloser werden. Dadurch verliert sie leider auch die Fähigkeit ihre Ausscheidungen zu kontrollieren. Wenn sie "muss", muss sie es sofort, da bleibt mir kaum Zeit die Türe zum Garten zu öffnen um sie hinauszulassen. Derzeit schlafe ich aus diesem Grund schon seit einiger Zeit neben ihr im Wohnzimmer um jede ihrer Regungen sofort wahrnehmen zu können! Trotzdem schaffen wir es meistens nicht rechtzeitig.
Die Tierärztin macht mir auch keine Hoffnung auf Besserung, sie meinte nur bei ihrer Hündin sei das "Gacki" nach einiger Zeit flüssig geworden und dann ging es gar nicht mehr.....! Dabei finde ich es jetzt schon sehr anstrengend, jede Nacht mehrmals aufstehen zu müssen und danach lange keinen Schlaf mehr zu finden. Das nächtliche TV-Programm kenne ich schon ziemlich gut - ist aber meistens besser als das Hauptabendprogramm, denn die besten Filme bringen sie in der Nacht.
Was ich am meisten bedaure ist der Umstand, dass Sissy - abgesehen von der Inkontinenz und Deg. Myelopathie - für ihr Alter organisch noch recht gut beisammen ist. Da fällt die Entscheidung ab wann sie wirklich leidet und es Zeit für den Abschied ist besonders schwer. So hanteln wir uns von Tag zu Tag weiter und derzeit peile ich Weihnachten und Jahreswechsel an. Insgeheim hoffe ich, dass wir unseren 12. Jahrestag am 7. April des nächsten Jahres noch gemeinsam feiern können. Die Tierärztin meinte sie habe einen 17-jährigen Hovawart, der seit 5 Jahren in Sissys Zustand ist.... ich glaube nicht, dass ich es so lange aushalten würde keine Nacht mehr durchzuschlafen und mehrmals alles sauber machen zu müssen! 
Doch ich versuche die gemeinsame Zeit mit meiner sehr verschmusten und liebebedürftigen Maus täglich zu genießen und ihr das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Geschimpft wird schon lange nicht mehr. Ich sehe ja wie sehr sie selbst sich schuldig fühlt, wenn es wieder einmal "passiert" ist! 
In diesem Sinne wünsche ich uns Dreien - Ykon muss derzeit etwas zurück stehen - ein Frohes Fest und viel Durchhaltevermögen!

Freitag, 10. November 2017

Die Heimat hat uns wieder!

Hallo ihr Lieben!

Wir sind wieder daheim, die Zeit im Ferienhaus ist nun für die Wintermonate vorüber. Letzte Woche gab es den Final Countdown, das Wetter wurde bereits sehr unfreundlich und kalt. Sturm Herwart bescherte uns einen tosenden See, wie wir ihn höchstens von herannahenden Gewittern kennen. Diesmal war es aber über Stunden so heftig, das war ganz schön beängstigend, vor allem für die Oberhündin. Als schließlich noch Starkregen kam hatte sie alle Hände und Handtücher voll zu tun das bei allen Tür- und Fensterritzen eindringende Wasser aufzufangen.
Vor dem Regenguss trieb es sie allerdings hinunter ans Ufer, wo sie sich mit der Kamera auf den Boden legte um die Naturgewalten besonders effektvoll in Szene zu setzen. Schließlich entstand sogar ein kleines Video, weil die neue Kamera auch das sehr gut kann!
Die folgenden Tage wurden dann zunehmend besser, es gab sogar Sonnentage, die uns ermöglichten die Gartenblumen zu versorgen und die Hortensien mit Schutzvliesen einzuhüllen. Letzten Winter hatte es mehrere Wochen tiefe Temperaturen bis zu -20 Grad, da heißt es vorsorgen!
Unsere Pelargonien waren heuer besonders schön, davon nahmen wir einige Pflanzen zum Überwintern nach Hause mit. Die Oberhündin will es wieder einmal versuchen sie durchzubringen, weil es nur noch zwei Oleander und die Neuzucht, der im Vorjahr erfrorenen Yucca gibt, die sie diesmal hereinnehmen muss.
Diese Woche mussten wir dann noch einmal hinaus an den See fahren, weil die Oberhündin ihren teuren Akkusauger draußen vergessen hatte. Sie kaufte dann gleich einiges für Weihnachten ein und erledigte die Arbeiten für die bei unserer Abreise die Zeit nicht mehr gereicht hatte.
Leider geht es mir mit meinen Hinterläufen immer schlechter, einmal nahm mich die Oberhündin mit hinauf zum Sportplatz, doch auf dem Rückweg konnte ich mich fast nicht mehr auf den Beinen halten. Mehrmals mussten wir rasten obwohl sie mich mit einer Schlinge unter dem Bauch beim Laufen unterstützte. Hier im Garten liebe ich es draußen zu liegen und meine Bockerl zu kauen, da gibt es nur die kleine Mauer, die ich überwinden muss und eine Stufe in die Veranda. Um in das Auto klettern zu können brauche ich meistens die Rampe, die ich eigentlich gar nicht mag. Es gibt auch neue Fotos, die sind noch in Arbeit, also bitte etwas Geduld.

Montag, 2. Oktober 2017

...As Time Goes By...Mein 12. Geburtstag!

Sissy Sept. 2017
Schon wochenlang erinnerte mich meine Oberhündin daran, dass ich heute 12 Jahre alt werde. Meist sagt sie dann liebevoll "mein altes Mädchen" zu mir und liebkost mich heftig. Auch ich bin schmusiger geworden als früher, rücke dann näher an sie heran und kuschle mich an sie. Wir verstehen uns ohne Worte - ist wahrscheinlich so, wenn man so lange zusammenlebt wie wir beide.
An den Tagen an denen es mir lauftechnisch besser geht spazieren wir gemeinsam eine größere Runde zu unseren Lieblingsplätzen. So auch vorgestern, doch da war ich schnell überfordert, denn es war wesentlich wärmer als an den Tagen zuvor. Ich schleppte mich nur mehr dahin und musste schließlich mittels Trageschlinge beim Gehen unterstützt werden. Dabei war ich einen Tag davor mit der Oberhündin zum Malen auf der Dichtlalm und drehte problemlos eine relativ grosse Runde mit ihr, allerdings auf weichem Almboden und nicht auf Asphalt wie heute. Auf dem letzten Wegstück bemerkte die Oberhündin dann, dass meine linke Hinterpfote blutete. Das war ihr wohl entgangen, weil meine rechte Seite die schwächere ist aber wahrscheinlich war genau das der Grund, denn ich hatte mir eine der Krallen links so sehr abgeschliffen, dass es an die Substanz gegangen war. Schnell säuberte sie daheim die Pfote und gab eine stinkende Salbe drauf, dann zog sie mir ein Söckchen an. Ich legte mich gleich auf mein Kissen und ruhte ein bißchen, dabei passierte mir dann das Malheur und ich machte im Schlaf mein Bettchen nass....! Erstaunlicherweise wurde ich gar nicht ausgeschimpft, sie schimpft nie mit mir, ist wohl auch so eine Alterserscheinung! Sollte ich fast persönlich nehmen - wahrscheinlich denkt sie ich sei schon ein bißchen dement.....! Immerhin bezog sie mein Kissen neu und machte alles frisch. 
Heute Morgen dann bekam ich zusätzlich eine Knabberstange und das Versprechen sie wolle noch ein Geschenk mitbringen sobald sie einkaufen war. Ein Geschenk, toll, hoffentlich etwas, dass ich zum Fressen gern haben kann! Knackwurst wäre nicht schlecht! (Meine Kralle ist auch wieder ok!)

Sonntag, 17. September 2017

Alltag

Wir sind nun schon einige Tage daheim, weil unsere Oberhündin erstens arbeiten muss und zweitens das Wetter so abgekühlt hat, dass es am See eher ungemütlich ist. Bei diesen tiefen Temperaturen und soviel Regen schnellen die Heizkosten gleich in die Höhe. Jetzt hoffen wir alle drei, dass es vielleicht doch noch einige schöne Herbsttage geben wird. 
Ykon wurde gleich zweimal mit seinem Spezialshampoo gebadet, da nützte unsere Oberhündin die letzten Sonnentage aus, weil sie ihn nur draußen im Garten dieser langwierigen Prozedur unterziehen kann. Er ist komplett abgehaart, die Tierärztin meint das mache nichts, weil eh nur die losen Haare beim Baden weggehen. An den Schultern zeigt sich das Fell recht schön, bleibt die Frage ist das schon der Winterpelz oder verliert er diese Teile auch noch?!? Dann sollte ihm die Oberhündin am besten einen Pullover stricken!

Donnerstag, 31. August 2017

Feriennachlese

Sissy 31.August 2017
Der letzte Sommer war sehr schön, wie es in dem Lied von STS heißt, trotz der zunehmenden Kraftlosigkeit in meinen Hinterläufen habe ich die Wochen am See genossen. Wenn es das Wetter erlaubte durfte ich gemeinsam mit der Oberhündin lange im See schwimmen. Das kann ich besser als laufen und bin dabei sehr ausdauernd. Vor einigen Tagen waren es gut 30 Minuten, die wir beide im Wasser verbrachten. Nachts schlafe ich jetzt unten bei Ykon, weil ich es - trotz Unterstützung mittels Schwimmweste mit Tragegriff - einfach nicht mehr rauf und runter schaffe! Hinauf ging es ja noch einigermaßen aber morgens hinunter wurde es nicht nur für mich sondern vorallem für mein Frauchen immer gefährlicher. Die Treppe ist steil gewendelt und bietet mit nur einem Handlauf kaum Haltemöglichkeiten für uns beide. Manchmal bin ich die letzten zwei Stufen schon mehr gekollert als gegangen und dann konnte ich - peinlich, peinlich - mein ....... nicht mehr zurückhalten bei dieser Anstrengung. Schweren Herzens schaffte die Oberhündin mein Bettchen hinunter ins Wohnzimmer, weil ich ihr schon die ganze Zeit signalisierte, dass ich lieber unten bleiben würde. Wenn wir wieder daheim sein werden, wo alles ebenerdig ist, kann ich ja ohnedies wieder bei ihr schlafen!
Bei Ykon rächte sich der Schwimmspass leider erneut, denn er verliert massenhaft Haare und hat einen fast kahlen Schwanz. Er scheint das Seewasser wirklich nicht zu vertragen. Jetzt bleibt zu hoffen, dass es auch der Fellwechsel wie bei mir ist und er dann wieder dichteres Fell bekommt. Inzwischen hat es stark abgekühlt und daher ist es mit dem Baden ohnehin vorbei! 
Anm. der Oberhündin: Es macht mich sehr traurig sehen zu müssen wie schnell Sissys Leiden sich verschlechtert und auch die Medikamente kaum Besserung zeigen. Aber das war bei Wiff damals ähnlich und führte relativ schnell zur Lähmung der Hinteläufe. Das Schlimme daran ist, dass auch Sissy für ihre fast 12 Jahre ein ziemlich gesunder und fitter Hund wäre. Sie ist bildhübsch und nimmt noch an allem regen Anteil, versucht Eichhörnchen und Amseln im Garten zu jagen und kippt dann hinten weg. Auch bei kurzen Spaziergängen gerät sie schon an ihre Grenzen nur beim Schwimmen zeigt sich noch ihre alte Ausdauer! Diese Krankheit ist wirklich teuflisch, weil irgendwann wenn nichts mehr geht doch nur der letzte Gang zum Tierarzt bleibt!


 ********** 
Gestern gab es bei unseren Nachbarn ein endgültiges Abschiednehmen von ihrem Jack Russel Sunny. Er war gut 19 Jahre alt und seit Jahren schleppte er sich leidend dahin. Zum Schluss war er blind, taub und wohl auch dement - ein sehr alter Hund eben. Im vergangenen Sommer entwischte ich einmal der Oberhündin, weil ein Nachbar unser klemmendes Gartentürl nicht schnell genug schließen konnte. Da war, wie man so schön sagt, "Feuer am Dach", denn trotz meiner schon damals zunehmenden Lahmheit hinten, schlüpfte ich blitzschnell hinaus, rannte hinüber - er war gerade mit seinem Frauchen im Garten, wo wegen der vielen Autos das Tor offen war - und jagte nicht nur ihm einen gehörigen Schrecken ein. Unsere Frauchen kreischten beide obwohl ich gar nichts gemacht hatte. Na ja, vielleicht habe ich ihn ein bißchen gezwickt......! Aber er fiel ohnedies sofort um - als meine Oberhündin dazu kam schaute ich nur noch erstaunt auf den kleinen zappelnden Hund am Boden. Die Oberhündin war einem Zusammenbruch nahe, weil sie fürchtete der Hund würde durch IHRE Schuld jetzt womöglich sterben...! Wie man sieht, war dem nicht so und die "stundenlange" Heulerei meines Frauchens völlig überflüssig. Das war mein einziger Kontakt zu Sunny, den ich sonst höchstens auf der Strasse vorübergehen sah oder sein Bellen hörte. So long, kleiner Nachbar auf deinem Weg über die Regenbogenbrücke!

**********
Schon putzig so ein Siebenschläfer!
Vor einigen Tagen gab es plötzlich Zuwanderer in unserem Heim. Kleine silbergraue Pelztierchen, die die Wände hochkletterten und sich unter der Treppe versteckten - Siebenschläfer nannte sie die Oberhündin und ging sofort auf die Jagd, denn so niedlich diese Tierchen auch sein mögen, sind sie grosse Zerstörer im Haus, weil sie alles annagen. (Einer von ihnen fraß die ganze Kante der massiven hölzernen Terrassentüre an um wieder hinaus zu kommen, ehe er dann ohne Futter verendete und fast noch die Sitzbank versaut hätte - Anm. der Oberhündin) Den ersten erwischte sie gleich - er hing von der Decke, da war er leicht mit einer Tupperschüssel zu fangen - und setzte ihn draußen wieder aus. Doch am anderen Morgen hatte sich ein weiteres Jungtier bei mir und Ykon eingefunden - direkt neben meinem Schlafplatz hockte es am Türrahmen - da staunte die Oberhündin nicht schlecht, dass ich nicht aktiv geworden war! Während wir beide dann im Garten herumrannten schlug ihr Versuch den Kleinen zu fangen leider fehl, weil dieser ihr entwischte und sich unter der Stiege versteckte. Nun war guter Rat teuer. Schließlich besorgte sie eine kleine Lebendfalle (Rat einer Kammerjägerfirma und Betroffener im Internet) und bestückte sie mit Studentenfutter und Bananenscheiben. Abends, wir saßen beim TV, machte es laut klapp und der Kleine war gefangen. Das schien ihn aber nicht sehr zu stören, denn er fraß genüßlich von den Leckereien. Da diese Tierchen über lange Strecken zurückfinden, wilderte ihn die Oberhündin erst einige Kilometer entfernt im Wald wieder aus, mitsamt dem Futter und vielen guten Wünschen (vor allem dem einen, dass er nicht zurückfinden würde! Da es sich aber um ein Jungtier handelte besteht diesbezüglich Hoffnung!)

Dienstag, 18. Juli 2017

Malwochen und sonstige Befindlichkeiten

Sissy Juli 2017
Beim Malen auf der Alm 2017
Auch in diesem Jahr ging es wieder 2x zumAquarellkurs auf die Alm. Ykon und ich waren natürlich auch dabei. Leider bin ich gar nicht mehr so gut drauf wie die Jahre zuvor. Meine Hüftgelenke schmerzen und mein Rücken macht auch Probleme. Aus diesem Grund musste ich Anfang Juli zum Tierarzt, wo ein Röntgen gemacht und verschiedene Arthrosen und Ablagerungen festgestellt wurden.
Ich schleppte vor allem mein rechtes Hinterbein immer stärker nach. Manchmal falle ich um oder ich komme schwer auf die Beine. Jetzt bekomme ich ein neues Medikament und es geht mir etwas besser. Wenn ich nicht Stiegen steigen oder ins Auto springen muss  geht es mir gar nicht so schlecht.
Aber mit den weiten Wanderungen ist es wohl vorbei. Gleich um 6h früh, so lange es noch kühl war konnte ich sogar bis zu den 3 Wetterkreuzen mit Ykon und der Oberhündin mithalten. Wir trugen beide unsere Stöckchen und rangelten etwas herum. Doch auch Ykon legte sich immer wieder hin, wenn es tagsüber richtig heiß wurde.
Bei der ersten Malwoche im Juni war es klar, dass wir die steile Treppe zum Zimmer im zweiten Stock nicht mehr schaffen würden, das war ein echtes Problem. Schweren Herzens ließ uns die Oberhündin im Auto schlafen, wo es auch nicht schlecht war. Mit Futter und etwas Anlauf klappte es sogar mit dem Hineinspringen! In unserem Ferienhaus schob mich die Oberhündin immer die Treppe hoch, ob das noch lange so gehen wird? Hinauf ist es zwar mühsam aber hinunter - da wird es richtig gefährlich, weil ich wegen der Schmerzen meine Schritte auf der Treppe nicht richtig koordinieren kann und es irgendwann zum Absturz kommen könnte! Jetzt im Juli hatte die Oberhündin wieder ihr Zimmer im 1. Stock doch da war ich anfangs so schlecht drauf, dass ich gar nicht mehr hinauf kam. Sie musste mich sogar ins Auto heben!
Dabei bin ich ansonsten gesund und munter, wenn bloß diese Schmerzen beim Gehen nicht wären! Die Tierärztin meinte ich leide außerdem noch an dieser degenerativen Nervenerkrankung, die schon Wiff hatte und die viele ältere Schäferhunde bekommen. Ich glaube das nicht, denn Wiff hatte nie Schmerzen, er konnte halt irgendwann fast gar nicht mehr laufen aber mir geht es mit den neuen Tabletten merklich besser. Deshalb sind die Oberhündin und ich auch zuversichtlich, dass ich noch einige Zeit halbwegs laufen werde können. Immerhin werde ich im Oktober bereits 12 Jahre alt!


Freitag, 2. Juni 2017

Frühsommer am See

Sissy im Juli 2017
War mit der Oberhündin und Ykon einige Tage am See, Wetter war richtig sommerlich und schon auf der Fahrt so heiß, dass die Oberhündin bereits in Ybbs mit uns Pause machen musste. Die Klimaanlage vom A 160 ist nämlich kaputt, da nützten auch die folierten Scheiben wenig. Es wurde extrem warm im Auto. Trotz dieser hohen Temperaturen mussten wir die ersten beiden Tage im Haus einheizen, was zur "Begeisterung" der Oberhündin sämtliche Spinnen auf Trab brachte, sie kam gar nicht nach mit dem Wegsaugen, wohl bewusst, dass das keine sehr tierfreundliche Methode ist. Allerdings sind die Überlebenschancen beim Akku-Dyson sehr groß, wenn man die Viecher kurz ansaugt und dann im Garten die Klappe öffnet und sie wieder ausschüttelt (besonders nachts hat sie aber nicht immer den Nerv dazu).
Nach zwei Tagen war es tagsüber so heiß, dass ich schwimmen gehen durfte. Die Oberhündin spielte mit mir vom Ufer aus, ging selbst aber erst einen Tag später ins Wasser. Inzwischen hatte der See bereits sommerliche Wärme und es machte richtig Spass mit ihr weit hinaus zu schwimmen oder am Ufer entlang zu paddeln, wo wir meistens von den wachsamen Augen der Haubentauchereltern beobachtet wurden, die wahrscheinlich im Schilf ihr Nest hatten.
Ykon durfte auch etwas schwimmen aber nur einmal, nachdem ihn die Oberhündin gebadet und shampooniert hatte. Seine Haut ist so empfindlich, dass das Seewasser nicht ideal ist für ihn obwohl auch er gerne schwimmt. Außerdem trinkt er dabei soviel, dass er dann jede Stunde zum Pinkeln rausgelassen werden muss.
Jeden Tag verbrachten wir mit langen Spaziergängen, die für mich bei diesen Temperaturen allerdings ziemlich anstrengend waren. Ich genoss es mehr mit Ykon und der Oberhündin den Nachmittag und Abend draußen auf der Terrasse zu verbringen. Einmal begegneten wir einem der Aufsichtsjäger, der gerade auf der Suche nach Rehkitzen war, die er vor den Mähbalken der Bauern in Sicherheit brachte. Er war nett und so unterhielt sich die Oberhündin länger mit ihm und ließ sich erklären wie er das machte, weil man die kleinen Rehe ja nicht anfassen darf. Er macht das aber ganz geschickt indem er sie mitsamt einem Haufen Gras aufnimmt und in eine mit Gras gefüllte Kiste setzt, denn würde er sie nur an den Waldrand bringen wären sie gleich wieder in der Wiese. Sobald die Mäherei beendet ist, läßt er sie dann wieder frei. Auf diese Art hat er heuer bereits mehrere Tiere gerettet. Für den kleinen Feldhasen auf unserer Wiese vorm Haus lief es nicht so gut, seine zerstückelten Reste fanden wir beim Spazierengehen am Wegrand. Die Oberhündin hatte am Vortag noch beobachtet wie verzweifelt die Häsin die längste Zeit vor dem Traktor herumgelaufen ist ehe sie sich selbst in Sicherheit brachte. Als wir dann diesen Fund machten wurde der Oberhündin alles klar. 
Leider ging die Woche viel zu schnell vorüber. Schnell wurden noch die Pflanztröge mit Pelargonien bestückt und alles gründlich gewässert, dann war Zeit für die Abreise - schade!

Mittwoch, 8. Februar 2017

Ykon - mein Leben im neuem "Pelzmantel"!

08.02.17 Na, wie findet ihr mich heute?
28.01.16 Echt schlimm...!
Heute melde ich mich wieder einmal zu Wort, weil ich im vergangenen Jahr so grosse Fortschritte gemacht habe. Außerdem feiere ich heute den dritten Jahrestag, denn genau heute vor 3 Jahren bin ich zu Sissy und ihrer - und ab da auch meiner - Oberhündin gekommen. Eine Zeit, die auf Grund meiner verschiedenen gesundheitlichen Probleme nicht ganz leicht war wobei mir meine Gehbehinderung immer weniger zu schaffen machte. Ich laufe zwar etwas "unrund" habe dadurch sonst keine Beschwerden. Problematischer ist meine Futterallergie, die mir Juckreiz und Krätzen am ganzen Körper bescherte. Nach langem Herumprobieren fand die Oberhündin endlich eine Sorte, die ich gut vertrage, trotzdem wurden meine Hautprobleme im Winter 2015/16 immer dramatischer. Schuppen, Haarausfall und übler Körpergeruch machten mir zu schaffen und nichts schien dauerhaft Besserung zu bringen.
Im letzten Winterurlaub auf der Alm hatte ich dann kaum noch Haare an den Flanken, am Bauch  und im Halsbereich. Viel zu lange hatten Tierärzte und Oberhündin geglaubt, dass das alles von meiner Allergie käme, doch dem war nicht so. Sie war mit mir bereits überall gewesen, auch bei einem sehr netten und sicher sehr kompetenten Homöopathen, dessen Behandlung mich bereits damals fast vollständig vom Cortison wegbekam. Das änderte aber nichts daran, dass ich seitlich vollständig kahl geworden war und auch im Gesicht rund um die Augen und auf der Nase kaum noch Fell hatte. Schließlich recherchierte die Oberhündin im "Netz" und fand einige Anzeichen für einen Räudebefall. Das führte uns beide schnell zu unserer Tierärztin, die aber keinen sicheren Beweis dafür finden konnte. Da ich schon einmal darunter gelitten hatte, läßt sich das im Blut nicht mehr eindeutig nachweisen, weil darin ja die Antikörper oder was auch immer vom Erstbefall enthalten sind. Ebenso brachte ein "Hautgeschabsel" unterm Mikroskop kein eindeutiges Ergebnis, weil keine Milben oder Eier zu sehen waren. Also bekam ich prophylaktisch 4 Wochen lang eine Spritzenkur und zumindest der Juckreiz ließ schnell nach. Allmählich bekam ich auf den kahlen Stellen auch wieder einen zarten Flaum, das dauerte aber ewig - zum Glück war inzwischen Sommer und da machte es nicht soviel aus wie bei winterlicher Kälte. Da griff die Oberhündin zusätzlich zu einem Spezialshampoo und unterzog mich einige Male einer echt unangenehmen Badeprozedur, die ich überhaupt nicht mochte obwohl ich sonst sehr gerne ins Wasser gehe! Das alles hat nach und nach wieder einen ansehnlichen Schäferhund aus mir gemacht.
03.02.17 Super dieses weiche Bett!
Und heute 1 Jahr danach sieht man zwar immer noch einen kleinen Unterschied in der Haarlänge  - welcher wohl erst nach dem nächsten Fellwechsel ausgeglichen sein wird - aber das ist egal, denn solange ich nicht wieder diesen schrecklichen Juckreiz bekomme fühle ich mich einfach nur wohl. Meine Oberhündin ist ganz begeistert von meinem neuen Look, sie bürstet mich täglich und findet mein Fell weich und seidig glänzend, sogar auf dem ehemals nackten Bauch ist es wieder lang und dicht (nur mein Schwanz samt Schwanzwurzel sieht noch ziemlich struppig aus trotz Bürsterei).
Aus diesem Grund machte sie einige aktuelle Fotos von mir als ich wieder einmal Sissys Liegeplatz okkupiert hatte und mich immer mal auf dem Teppich breit machte.

Anm. der Oberhündin: Ykon ist ein lustiger, sehr freundlicher Hund, der alles mit sich machen lässt und nie böse wird - selbst wenn es mal wehtun sollte. Er ist der einzige unter all meinen Hunden, der sofort angerannt kommt, wenn ich die Bürste nur in die Hand nehme und geradezu darauf wartet durchgestriegelt zu werden. Aus diesem Grund läßt sich auch Sissy jetzt lieber bürsten, der früher ich durch den ganzen Garten nachlaufen musste. Noch immer hält sich ihre Begeisterung in Grenzen was Ykons Anwesenheit betrifft. Sie versucht ihn von mir abzudrängen und muss ihn immer mal "Niederbügeln", meistens am Morgen oder wenn ich sie beide zugleich aus dem Auto lasse. Da wird dann geknurrt und auch mal geknufft obwohl sie dann beide stundenlang nebeneinander herlaufen, wenn wir gemeinsam spazieren gehen.

Samstag, 31. Dezember 2016

Das war 2016

Ein sowohl geruhsames als auch manchmal aufregendes Jahr ist nun vorüber. Geruhsam vor allem was mich betrifft, denn ich genieße meine Tage und lasse den (Hunde-)Gott einen guten Mann (Hund) sein! Aufregend einerseits wegen des Weltgeschehens (was mich aber so gut wie gar nicht kümmert) und so manch Geschehen in meinem Umfeld wie z.B. der Einbruch im Februar, der unsere Oberhündin wochenlang in einen angespannten Zustand versetzte, welcher sich erst legte als sie unsere kleine Hütte in "Fort Knox", wie sie es nennt, verwandelt hatte. 
Spannend war es für uns beide auch zu sehen wie sich Ykon wieder in einen hübschen Hund verwandelt hat nach dem massiven Räudebefall im vergangenen Winter. Inzwischen ist sein Fell wieder dicht und glänzend obwohl es an den ehemals nackten Stellen noch immer nicht die Länge des restlichen Pelzes hat.
In diesem Jahr verbrachten wir mehr Zeit im Ferienhaus und waren gleich 4x auf Almurlaub. Ykon ist ja noch immer sehr wild aber nach stundenlangen Spaziergängen im Wald, bei denen ich dank meiner Gelenksaufbautabletten ebenfalls gut mithalten kann, schläft er die restliche Zeit meist tief und fest. Er hinkt auch viel weniger sichtbar obwohl seine Koordination immer etwas eingeschränkt bleiben wird aber er hat keine Schmerzen und wird auch nie müde, auch nicht nach stundenlange Wanderungen. Seine Hinterpfote ist zwar immer etwas dicker aber sie war nie mehr offen oder gar eitrig obwohl er mit ihr beim Herumrennen im Garten ab und zu an der Steinmauer hängen bleibt. 
Für 2017 wünsche ich mir und uns allen, dass alles so bleibt wie es ist, dass wir alle gesund bleiben und Ykon etwas weniger herumnervt, denn er kann ganz schön anstrengend sein. Dann werden wir sicher noch viel Spass zusammen haben!

In diesem Sinne wünschen Ykon, die Oberhündin und ich allen


🐾🐺 Prosit Neujahr 🐺🐾


Sonntag, 2. Oktober 2016

Mein 11. Geburtstag

Heute war es so weit, ich hatte wieder einmal Geburtstag. Meine Oberhündin war mit uns gerade daheim, weil sie Nachmittag arbeiten musste, doch gleich nach dem ersten Auslauf im Garten durfte ich  mein Geschenk - eine Knackwurst - in Empfang nehmen und verspeisen. Da ich in solchen Dingen sehr flott bin, war der Genuss nur von kurzer Dauer. Viel schöner war das Geburtstagskuscheln mit meiner Oberhündin. Immer wieder streichelte und liebkoste sie mich und wünschte mir und sich, dass ich noch lange bei ihr bliebe. Was sie damit gemeint hat? Ich habe nicht vor wegzugehen und mir vielleicht  gar einen anderen Platz zu suchen. Mir gefällt es hier bei ihr und Ykon sehr gut also warum ans Abschiednehmen denken. Allerdings spüre ich bereits die Last meiner elf Jahre immer öfter. Die steile Treppe in unserem Ferienhaus ist an manchen Tagen für mich eine echte Herausforderung und kaum zu schaffen. Meine Oberhündin geht dann immer dicht hinter mir, damit ich nicht herunterfallen kann, manchmal muss sie mich auch anschubsen. Trotz des oft mühsamen Hinaufkletterns schlafe ich lieber oben bei ihr im warmen Zimmer als allein unten im Vorraum.

Freitag, 2. September 2016

Im Sommerhaus am See

Wieder einmal ist der Sommer fast vorüber, der in diesem Jahr nicht eben an Sonnentagen reich war.
Erst in den letzten Tagen gab es anhaltendes Sommerwetter und ich durfte täglich mit der Oberhündin ins Wasser. Ich genoss es sehr, dass ich soviel schwimmen konnte obwohl ich dann bis in die Abendstunden nicht richtig trocken wurde. Einmal ließ die Oberhündin auch Ykon in den See, doch der trinkt jedes Mal Unmengen Wasser, so dass er dann die halbe Nacht alle Stunden in den Garten hinaus muss um Pipi zu machen.
Leider ist er immer noch an den Flanken ziemlich kahl, obwohl es ihm sonst besser geht. Sogar im Gesicht und an den Ohren ist sein Fell gut nachgewachsen, warum nicht auch am Bauch??? Die Oberhündin meint sie müsse wohl noch einmal mit ihm zum TA um zu kontrollieren ob wirklich alle Milben weg seien.
Mir geht es auch wieder besser, ich hatte ja schon Probleme im Ferienhaus die steile Treppe hoch zu kommen. Seit ich jetzt so ein Gelenksaufbaupräparat bekomme bin ich wieder wesentlich fitter geworden auch wenn sich meine fast vollendeten 11 Lebensjahre immer öfter bemerkbar machen.
Jeden Tag darf ich mit Ykon ums Haus jagen, die Wiese sieht schon aus wie eine Motocrosspiste. Viel Ausdauer habe ich ja nicht mehr aber es macht mir sehr viel Spass wenigstens einige Minuten zu zeigen, dass ich doch die Schnellere bin!



Donnerstag, 2. Juni 2016

Spielstunde

Ykon hat sich mein Holz geschnappt
Sissy
Ykon und ich verbrachten einige Tage am See, wo wir viel spielen und herumtoben durften. Da der Wasserstand gerade sehr hoch war bestand keine Gefahr, dass wir weglaufen hätten können oder andere Hunde  zu uns kämen. Allerdings versuchte Ykon andauernd ein Bad zu nehmen, was unsere Oberhündin nicht so günstig fand, da es noch ziemlich frisch war und er dann einfach nicht trocken wurde. Allmählich bekommt unser Youngster wieder Haare, an den Flanken, am Bauch und an den Läufen bekommt er bereits einen kleinen Flaum, nur sein Gesicht ist noch sehr glatzig, wie man auch auf den Fotos erkennen kann. Endlich konnte die Oberhündin auch von Ykon nette Bilder machen, denn bis vor kurzem sah er noch ziemlich räudig aus. Inzwischen geht es ihm immer besser und er braucht nur noch ein geringe Dosis Cortison. Hier nun zwei der kürzlich entstandenen Fotos von Ykon und mir.




Donnerstag, 7. April 2016

Jahrestag

28.01.2016 Auf der Alm
Heute vor 10 Jahren am 7. April 2006 habe ich Sissy zum 1. Mal gesehen und gleich zu mir mit nach Hause genommen. Jahre, die viel zu schnell vergangen sind und mit Erschrecken denke ich immer öfter daran, dass unsere gemeinsame Zeit zu Ende gehen könnte. Beim Spazierengehen schwächelt sie immer öfter, länger als 1 Stunde ist schon ziemlich anstrengend für sie und sie schlenkert etwas mit dem rechten Hinterlauf. Auch beim Spiel mit Ykon legt sie sich nach einigen Laufrunden lieber ins Gras und kaut an ihren Bockerln. Sissy ist, außer Aika - sie wurde 10 1/2 Jahre alt - , bereits älter als alle meine Hunde zuvor. Aber sie ist noch immer wunderschön und mit ihrem dichten weichen Fell und den glänzenden Augen macht sie auch einen gesunden Eindruck, nur ihre weiße Schnauze läßt auf ihr wahres Alter schließen.
Liebe Sissy ich wünsche dir alles Gute zum Zehnjahrestag und uns beiden, dass wir noch viele schöne gemeinsame Jahre haben werden.

Mittwoch, 2. März 2016

Einbruch

Schon seit einiger Zeit rechnete unsere Oberhündin, dass es auch in unserem Häuschen soweit sein könnte und jemand versuchen würde einzubrechen. Aus diesem Grund schaffte sie auch Schmuck und Geldwerte außer Haus in ihren Banksafe. Den Rest - sprich das ganze Haus - vertraute Sie Ykon und mir an. Eigentlich dachte sie nicht, dass es jemandem wert wäre in die kleine Hütte einzusteigen, wenn zwei Schäferhunde darin sind, Gefahr schien eher zu drohen wenn wir in die Ferien fahren. Doch man kann sich täuschen, denn vor zwei Wochen, als die Oberhündin kurz zum einkaufen außer Haus war, hörte ich Geräusche aus dem Schlafzimmer und begann gleich zu bellen, auch Ykon meldete sich in der Veranda, wo er seinen Platz hat. Der schien den Einbrechern wohl nicht gefährlich aber mit mir im Wohnzimmer hatten sie nicht gerechnet - jedenfalls war schnell Ruhe und ich legte mich wieder hin um auf unsere Oberhündin zu warten. Die bemerkte zunächst gar nichts, weil ja alles in Ordnung zu sein schien, doch als sie etwas später in ihr Schlafzimmer ging, sah sie das aufgebrochene Fenster und rief gleich die Polizei. Diesen Schaden könnte ich natürlich nicht verhindern aber immerhin gelang es mir die Einbrecher schnell aus dem Haus zu jagen, ehe sie etwas mitnehmen konnten. Gestohlen hatten sie dann doch etwas, zwei billige Halsketten, die gerade griffbereit herumlagen aber leider ist das Fenster ein Totalschaden und dieses Modell gibt es nicht mehr. Das macht die Oberhündin am meisten sauer, weil sie erst kürzlich das Schlafzimmer renoviert hatte und beim Fenstertausch wieder alles kaputt gemacht wird. 

Sonntag, 22. November 2015

Zu Gast bei Merlin

Königspudel
Vergangene Woche war ich 2 Tage zu Gast bei Traude und Merlin. Meine Oberhündin brachte mich am Morgen in die Stadt, wo ich gleich in ein fremdes Auto steigen musste. Da saß aber bereits in der Nebenbox ein kohlrabenschwarzer Königspudel namens Merlin! Leider habe ich keine Foto von ihm, denn es ging alles viel zu schnell und die Oberhündin war sowieso wieder einmal im Stress. (Ungefähr so wie auf dem Bild rechts sieht Merlin auch aus. Dieses Foto fand die Oberhündin im Archiv).
Ich verstand überhaupt nicht warum ich weggegeben wurde andererseits hatte sie schon seit Tagen herumgeräumt und ihre kleine Reisetasche gepackt, so wie für mich und Ykon einige Sachen wie Futter und Decke hergerichtet. Da dachte ich es könnte wieder einmal ins Ferienhaus gehen und dann das....! Ob sie Ykon auch fortgebracht hat?
Na gut mit mir kann sie's ja machen.

Montag, 12. Oktober 2015

Wieder im Ferienhaus

Habe eine turbulente Woche hinter mir, denn unsere Oberhündin musste das ganze Wochenende arbeiten. Also versuchte sie vorher noch alle Fensterläden fertig zu streichen. Bis sie dann alles zusammengepackt hatte, war es schon zehn Uhr abends. Die Fenster waren zwar nicht fertig aber irgendwann mussten wir ja losfahren. Als letzten Ausweg beschloss sie schnell noch zwei Tage herauszufahren und so machte sie es dann. Sonntag musste sie sich auch noch in die Wahlschlacht stürzen. Schnell ließ sie auch noch die Winterreifen montieren, denn da es bereits ziemlich kalt ist, wollte sie auf Nummer sicher gehen! 
Bin gespannt ob sie diesmal alles fertig bekommen wird, denn viel Zeit bleibt vor dem Winter nicht mehr!

Freitag, 2. Oktober 2015

Mein 10. Geburtstag oder "same procedure as last year, Miss Sissy?"

Yes, same procedure as every year...!
Was für ein Tag - gleich am Morgen empfing mich die Oberhündin mit einer Knabberstange und meinte "Mausi du hast ja Geburtstag heute!" - ja manchmal sagt sie doch tatsächlich "Mausi" zu mir....! - "Du bist jetzt zehn Jahre alt!" So ist das also, wenn man einen runden Geburtstag hat - obwohl ich mich nicht anders als gestern oder bei den vorangegangenen Geburtstagen fühle. Zum Glück bin ich noch sehr fit und weiß nicht warum die Oberhündin so ein Tam-Tam um diesen Tag macht. 
Gleich nach dem Aufstehen tobte ich, wie jeden Morgen, mit Ykon durch den Garten und dann gab es das übliche Frühstück aber die Oberhündin will mir heute noch eine besondere Leckerei mitbringen. Ich meine gehört zu haben, dass es ein Steak geben soll, sie hat nämlich zwei Stück davon im Kühlschrank liegen. Vielleicht gibt es auch eine Knackwurst, die finde ich auch ganz lecker. Seit wir nicht mehr trainieren bekomme ich nur ganz selten Knackwürste, was irgendwie schade ist. Ein Tierarzt meinte einmal zur Oberhündin "Knackwürste seien keine artgerechte Ernährung" - na, für euch Oberhunde aber auch nicht!
So, jetzt liege ich gerade faul herum und verdaue mein Frühstück. Draußen scheint die Sonne und es scheint ein herrlicher Herbsttag zu werden. Da darf ich sicher später noch einen weiten Spaziergang machen. Vielleicht geht sie mit Ykon und mir in den Wald!
Auf bald, ich werde euch berichten, wie mein Geburtstag noch verlaufen ist.

PS.: Leider ist die Oberhündin noch immer dem "Streichwahn" verfallen, sie sagt vor dem Winter sollten noch alle Fensterläden und das Garagentor mit Farbe bedacht werden. Täglich werkt sie einige Stunden, denn man weiß ja nie wie lange das Wetter so schön bleiben wird. Ich liege dann meist im Garten und genieße die Herbstsonne oder renne mit Ykon rund um das Haus.

Donnerstag, 13. August 2015

Und wieder einmal Ferien am See

Die heißesten Tage dieses Sommers verbrachten Ykon und ich mit unserer Oberhündin draußen am See, wo ich täglich mehrere Male schwimmen durfte. Leider nur allein mit der Oberhündin, denn Ykon ist immer krank. Er bekommt Tabletten und auch wieder Antibiotika, weil sein Pfote dauernd anschwillt und schmerzt. Wegen der vielen Medikamente leidet er immer unter Durst. Sobald er in die Nähe des Wassers kommt trinkt er bis er rund wie eine Kugel wird und danach pieselt er ohne Ende. Da das Seewasser ohnehin schlecht für seine Haut ist, darf er hier nicht mehr schwimmen. So bleibt halt nur das Herumtollen im Garten und kleinere Spaziergänge, die ihn nicht überanstrengen. Mindestens 1x wöchentlich geht die Oberhündin mit ihm zum Tierarzt. 
Diese Fotos entstanden nachdem die Oberhündin mich gebadet hatte. Sie fand nämlich, dass ich müffelte. Also schnell unter die Dusche, einshamponiert und abgebraust - brrr! So gerne ich schwimmen gehe, so lästig ist es mit diesem Zeug eingeseift zu werden. Zum Glück macht es die Oberhündin nicht allzu oft. Meist nur im Sommer draußen im Garten, dann aber mit dem Gartenschlauch und da ist das Wasser ziemlich kalt. Da ich trotz Bad noch immer irgendwie schlecht roch - wie die Oberhündin meinte - fand der Tierarzt es sei notwendig meine Analdrüsen zu kontrollieren (eigentlich wollte sie bloß Chlorophylltabletten dagegen kaufen). "Na super" sage ich euch, der quetschte dann so ein stinkendes Sekret aus mir heraus, was gar nicht lustig war. Aber danach musste ich nicht mehr soviel an meinem Po herumlecken und knabbern. Die unangenehme Prozedur war offensichtlich doch nötig!
Das Ende unseres Aquariums

Immer wieder unterbrachen wir die Tage am See um daheim den Rasen zu mähen und die Blumen und Fische zu versorgen. Leider gab es nun doch den Supergau im Aquarium, denn gleich nachdem die Oberhündin alles gereinigt und mit frischem Wasser versorgt hatte, dürfte einer der Fische gestorben sein. Sie hatte nämlich zwei grosse drinnen, die eigentlich mit ihrer 10-cm-Länge zu viel zu gross für das kleine Becken waren. Aber die Prachtschmerle war ein Erbstück einer Freundin, die ihr Aquarium auflöste und nicht warten wollte bis diese - ihr letzter Fisch - gestorben war. Die siamesische Rüsselbarbe hatte ihr der Tierhandel gegen die Algenplage eingeredet (sogar zwei, eine starb aber gleich im ersten Jahr). Diese war bereits an die 10 Jahre alt und in dieser Zeit halt auch mächtig gewachsen! Die Tierhändler sagen einem ja selten die Wahrheit wenn man einen Jungfisch kaufen will, von sich aus wäre die Oberhündin gar nicht auf die Idee gekommen. Zum Glück bemerkte unser Nachbar, weil bei ihm ein längerer Stromausfall gewesen war, die Katastrophe. Gleich am nächsten Tag fuhren wir heim, es stank bereits beim Eingang erbärmlich - kein Wunder bei 37 Grad im Schatten zu dieser Zeit. Alles war tot und das Wasser eine trübe Brühe. Gleich machte sich die Oberhündin daran die stinkenden Überreste samt Pflanzen und Einrichtung auszuräumen und wegzuwerfen, damit sie das Becken möglichst schnell in den Garten stellen konnte, denn es war schon weit nach Mitternacht und wir wollten alle ins Bett. Erst als sie fertig war, ließ sie Ykon und mich ins Zimmer, da labte sie sich bereits an einem Schnaps und heulte was das Zeug hielt. Es sind doch nur ein paar Fische würde man meinen aber irgendwie hängt man doch sein Herz daran und zu den grösseren baut man auch eine Beziehung auf. Vorläufig scheint also Schluss zu sein mit dem Wassergepritschel, aber da noch so ein grösseres und schöneres Aquarium leer herumsteht nehme ich an, dass das letzte Wort in dieser Sache noch nicht gesprochen ist.

PS.: Die Fotos sind doch nett geworden - oder? Die Oberhündin meint, dass ich eine wirklich hübsche Hündin bin - auch jetzt noch mit meinen fast 10 Jahren! Nur um die Schnauze werde ich immer grauer.