Die heißesten Tage dieses Sommers verbrachten Ykon und ich mit unserer Oberhündin draußen am See, wo ich täglich mehrere Male schwimmen durfte. Leider nur allein mit der Oberhündin, denn Ykon ist immer krank. Er bekommt Tabletten und auch wieder Antibiotika, weil sein Pfote dauernd anschwillt und schmerzt. Wegen der vielen Medikamente leidet er immer unter Durst. Sobald er in die Nähe des Wassers kommt trinkt er bis er rund wie eine Kugel wird und danach pieselt er ohne Ende. Da das Seewasser ohnehin schlecht für seine Haut ist, darf er hier nicht mehr schwimmen. So bleibt halt nur das Herumtollen im Garten und kleinere Spaziergänge, die ihn nicht überanstrengen. Mindestens 1x wöchentlich geht die Oberhündin mit ihm zum Tierarzt.
Diese Fotos entstanden nachdem die Oberhündin mich gebadet hatte. Sie fand nämlich, dass ich müffelte. Also schnell unter die Dusche, einshamponiert und abgebraust - brrr! So gerne ich schwimmen gehe, so lästig ist es mit diesem Zeug eingeseift zu werden. Zum Glück macht es die Oberhündin nicht allzu oft. Meist nur im Sommer draußen im Garten, dann aber mit dem Gartenschlauch und da ist das Wasser ziemlich kalt. Da ich trotz Bad noch immer irgendwie schlecht roch - wie die Oberhündin meinte - fand der Tierarzt es sei notwendig meine Analdrüsen zu kontrollieren (eigentlich wollte sie bloß Chlorophylltabletten dagegen kaufen). "Na super" sage ich euch, der quetschte dann so ein stinkendes Sekret aus mir heraus, was gar nicht lustig war. Aber danach musste ich nicht mehr soviel an meinem Po herumlecken und knabbern. Die unangenehme Prozedur war offensichtlich doch nötig!
Das Ende unseres Aquariums
Immer wieder unterbrachen wir die Tage am See um daheim den Rasen zu mähen und die Blumen und Fische zu versorgen. Leider gab es nun doch den Supergau im Aquarium, denn gleich nachdem die Oberhündin alles gereinigt und mit frischem Wasser versorgt hatte, dürfte einer der Fische gestorben sein. Sie hatte nämlich zwei grosse drinnen, die eigentlich mit ihrer 10-cm-Länge zu viel zu gross für das kleine Becken waren. Aber die Prachtschmerle war ein Erbstück einer Freundin, die ihr Aquarium auflöste und nicht warten wollte bis diese - ihr letzter Fisch - gestorben war. Die siamesische Rüsselbarbe hatte ihr der Tierhandel gegen die Algenplage eingeredet (sogar zwei, eine starb aber gleich im ersten Jahr). Diese war bereits an die 10 Jahre alt und in dieser Zeit halt auch mächtig gewachsen! Die Tierhändler sagen einem ja selten die Wahrheit wenn man einen Jungfisch kaufen will, von sich aus wäre die Oberhündin gar nicht auf die Idee gekommen. Zum Glück bemerkte unser Nachbar, weil bei ihm ein längerer Stromausfall gewesen war, die Katastrophe. Gleich am nächsten Tag fuhren wir heim, es stank bereits beim Eingang erbärmlich - kein Wunder bei 37 Grad im Schatten zu dieser Zeit. Alles war tot und das Wasser eine trübe Brühe. Gleich machte sich die Oberhündin daran die stinkenden Überreste samt Pflanzen und Einrichtung auszuräumen und wegzuwerfen, damit sie das Becken möglichst schnell in den Garten stellen konnte, denn es war schon weit nach Mitternacht und wir wollten alle ins Bett. Erst als sie fertig war, ließ sie Ykon und mich ins Zimmer, da labte sie sich bereits an einem Schnaps und heulte was das Zeug hielt. Es sind doch nur ein paar Fische würde man meinen aber irgendwie hängt man doch sein Herz daran und zu den grösseren baut man auch eine Beziehung auf. Vorläufig scheint also Schluss zu sein mit dem Wassergepritschel, aber da noch so ein grösseres und schöneres Aquarium leer herumsteht nehme ich an, dass das letzte Wort in dieser Sache noch nicht gesprochen ist.PS.: Die Fotos sind doch nett geworden - oder? Die Oberhündin meint, dass ich eine wirklich hübsche Hündin bin - auch jetzt noch mit meinen fast 10 Jahren! Nur um die Schnauze werde ich immer grauer.



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen