Samstag, 26. Juli 2008

Zum Malen auf die Dichlalm

Da das Wetter etwas besser wurde, unternahm die Oberhündin Donnerstag einen Versuch im Freien zu malen. Es war kalt und düster als wir unseren Lieblingsplatz, die Dichtlalm auf dem Kienberg, erreichten. Trotz ziemlich feuchten Wetters stellte die "Meisterin" ihre Staffelei auf und begann ihr Bild anzulegen. Zuvor hatte sie unbedingt neue wasserdichte Bergschuhe kaufen müssen, deshalb war es bereits fast fünf Uhr nachmittag als wir ankamen. Dafür waren wir um diese Zeit ganz allein hier draußen und das war auch gut so, denn da konnte ich frei in der Wiese liegen. Zwischendurch ließ ich mich durch Heuschrecken und andere Krabbeltiere ablenken, die da rund um meinen Liegeplatz unterwegs waren. Dieser Platz auf dem Kienberg steht schon lange ganz vorne auf der Liste der Malplätze, weil die Motive und die fast unbewohnte Natur ideal für das Aquarellieren sind. Im letzten Jahr traute es sich die Oberhündin noch nicht zu das alles zu Papier zu bringen. Nach dem gelungenen Bild auf der Sommeralm in diesem Jahr wurde sie wesentlich mutiger!

Klarerweise kam die Oberhündin um diese Zeit nicht sehr weit mit der Malerei, deshalb kamen wir am nächsten Tag schon mittags wieder herauf. Da schien die Sonne und es wurde richtig warm, allerdings erst nach einem kurzen Spritzregen, der uns unter den Hochstand flüchten ließ. Nichts desto trotz begann meine Oberhündin mit ihrer Arbeit und es ging gut voran. Unseren Unterstand hatte sie noch tags zuvor daheim fertig gemalt, so dass wir ihn als Vorlage nicht mehr brauchten, heute waren nur noch das diverse Grün und der Stadl unten am Waldrand dran.
Freitag Nachmittag waren wir nicht mehr so ungestört hier draussen, einige Wanderer, der Bauer und schließlich auch noch der Jäger nützten den ersten schöneren Tag in dieser Woche um hierher zu kommen. Mit Ersteren hielten wir nur einen kleinen Plausch aber der Grünrock wollte ausgerechnet auf "unseren" Hochstand zum Ansitz. Da erwies es sich als gut, dass wir schon so früh begonnen hatten, denn dadurch war die Oberhündin schon fast fertig - den Rest konnte sie locker daheim fertigstellen. Sie packte also ihre Siebensachen zusammen und nützte den sonnigen Nachmittag um noch einen weiten Spaziergang mit mir zu machen. Dabei schauten wir auch nach Pilzen aber da blieb es bei einem einzigen Winzling. Als wir schließlich zum Auto zurück kamen war ich nass und dreckig wie selten, denn ich nützte jede Gelegenheit um in den morastigen Rinnsalen herumzuplantschen. Unten seht ihr was die Oberhündin so zusammengekleckst hat auf der Alm, inzwischen hat sie noch ein paar Kleinigkeiten hinzugefügt und - fertig! Im Vertrauen gesagt - in Wirklichkeit hat es ein bißchen anders ausgesehen aber das nennt man wohl künstlerische Freiheit!


"Work in progress"
weitere Bilder

Donnerstag, 24. Juli 2008

Endlich Ferien!

Endlich sind wir wohlbehalten in unserem Feriendomizil gelandet, die letzten Wochen waren ganz schön anstrengend. Die Oberhündin entschloß sich endlich eine neue Küche machen zu lassen, da blieb fast kein Stein auf dem anderen und wegen des vielen Staubes auch kein Auge trocken! Doch von diesem Ereignis hat die Oberhündin einen eigenen Beitrag in Arbeit, daher beschränke ich mich auf meine Befindlichkeiten in dieser Zeit!
Schon Tage vorher begann das Herumräumen und ich musste in der Hundehütte "Probewohnen". Das war gar nicht so schlecht, denn wo hätte ich in all dem Chaos denn sonst bleiben sollen? Also schickte ich mich drein und wartete darauf, dass mich meine Oberhündin wieder in's Haus holte. Die eigentliche Montage dauerte eh nur zwei Tage aber das Drumherum nahm soviel Zeit in Anspruch - Elektriker, Installateur und alle Möbel in dem kleinen Haus von einem Eck in's andere schieben - das war mühsam! Dafür sieht es jetzt nicht nur toll aus, es ist auch viel mehr Platz!

Unsere neue Küche

Kaum war das Nötigste wieder eingeräumt, stand das Traunsteinturnier in Ohlsdorf auf unserem Terminplan. Wir schafften gleich einige Sachen in unser Sommerhaus und bekamen an dem herrlichen Sonntag Morgen einen Vorgeschmack auf den Urlaub am See! Über Ohlsdorf breite ich ganz schnell den Mantel des Schweigens, da lief nichts nach Wunsch! Als krönenden Abschluss gab es noch ein heftiges Gewitter, dadurch verzögerte sich unsere Fahrt in die Steiermark noch mehr. Denn direkt vom Traunsee ging es nach Brandlucken, wo ich mit meiner Oberhündin wieder Alm- und Malferien machte.
Ich durfte die ganze Zeit mit dabei sein, wenn alle im Gelände zum Malen unterwegs waren.
Schließlich unternahm die Oberhündin einige längere Touren mit mir. Die längste machten wir am Abreisetag, da marschierten wir über den Waldlehrpfad bis zum "Schönen Kreuz" und dann Richtung "Koarlsplatz" zurück, da fanden wir sogar einige Eierschwammerl!

Brandlucken 2008

Auch diesmal machten wir auf der Heimfahrt einen kleinen Besuch bei Leon und dessen Oberhündin ehe wir nach Wien zurückkehrten. Leon machte ja mit seiner Familie einen tollen Urlaub auf Rügen, mir konnte er leider nichts darüber erzählen, weil ich nicht zu ihm in den Garten durfte. Ich glaube es liegt daran, dass wir beide zu wild sind für alles was darin wächst, denn wenn wir mal zusammen sind, wird gleich so herumgetobt, dass alles fliegt! Meine Oberhündin durfte aber die Fotos von dort ansehen und vielleicht schreibt ja Leon mal etwas darüber.
Kaum daheim stürzte sich die Oberhündin hektisch in die anstehenden Arbeiten - Stundenplan, Gartenpflege und Weiterräumen im Haus! Da blieb ich wieder erwas auf der Strecke! Da die Wetterberichte nicht vielversprechend waren, widmete sie sich ganz massiv der Gartenarbeit, denn das blöde Grün wucherte bereits alles zu.
Schließlich war es aber soweit, wir erreichten Sonntag unser Ferienhaus, gingen gleich eine Stunde schwimmen und .... seither ist es so kalt, dass die Oberhündin durchgehend heizen muss. Es vergeht kein Tag ohne heftige Regengüsse aber wir geniessen die Ruhe hier und lassen uns nicht unterkriegen. Auch im Regen kann man wunderbar spazieren gehen, im Gegenteil es ist so schön ruhig und wir sind meistens ganz allein unterwegs. Pilze fanden wir noch keine aber bei den Himbeeren durfte ich schon mitnaschen!