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| Sissy 31.August 2017 |
Der letzte Sommer war sehr schön, wie es in dem Lied von STS heißt, trotz der zunehmenden Kraftlosigkeit in meinen Hinterläufen habe ich die Wochen am See genossen. Wenn es das Wetter erlaubte durfte ich gemeinsam mit der Oberhündin lange im See schwimmen. Das kann ich besser als laufen und bin dabei sehr ausdauernd. Vor einigen Tagen waren es gut 30 Minuten, die wir beide im Wasser verbrachten. Nachts schlafe ich jetzt unten bei Ykon, weil ich es - trotz Unterstützung mittels Schwimmweste mit Tragegriff - einfach nicht mehr rauf und runter schaffe! Hinauf ging es ja noch einigermaßen aber morgens hinunter wurde es nicht nur für mich sondern vorallem für mein Frauchen immer gefährlicher. Die Treppe ist steil gewendelt und bietet mit nur einem Handlauf kaum Haltemöglichkeiten für uns beide. Manchmal bin ich die letzten zwei Stufen schon mehr gekollert als gegangen und dann konnte ich - peinlich, peinlich - mein ....... nicht mehr zurückhalten bei dieser Anstrengung. Schweren Herzens schaffte die Oberhündin mein Bettchen hinunter ins Wohnzimmer, weil ich ihr schon die ganze Zeit signalisierte, dass ich lieber unten bleiben würde. Wenn wir wieder daheim sein werden, wo alles ebenerdig ist, kann ich ja ohnedies wieder bei ihr schlafen!
Bei Ykon rächte sich der Schwimmspass leider erneut, denn er verliert massenhaft Haare und hat einen fast kahlen Schwanz. Er scheint das Seewasser wirklich nicht zu vertragen. Jetzt bleibt zu hoffen, dass es auch der Fellwechsel wie bei mir ist und er dann wieder dichteres Fell bekommt. Inzwischen hat es stark abgekühlt und daher ist es mit dem Baden ohnehin vorbei!
Anm. der Oberhündin: Es macht mich sehr traurig sehen
zu müssen wie schnell Sissys Leiden sich verschlechtert und auch die
Medikamente kaum Besserung zeigen. Aber das war bei Wiff damals ähnlich
und führte relativ schnell zur Lähmung der Hinteläufe. Das Schlimme
daran ist, dass auch Sissy für ihre fast 12 Jahre ein ziemlich gesunder und fitter Hund wäre. Sie ist bildhübsch und nimmt noch an allem regen Anteil, versucht Eichhörnchen und Amseln im Garten zu jagen und kippt dann hinten weg. Auch bei kurzen Spaziergängen gerät sie schon an ihre Grenzen nur beim Schwimmen zeigt sich noch ihre alte Ausdauer! Diese Krankheit ist wirklich teuflisch, weil irgendwann wenn nichts mehr geht doch nur der letzte Gang zum Tierarzt bleibt!
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Gestern gab es bei unseren Nachbarn ein endgültiges Abschiednehmen von ihrem Jack Russel Sunny. Er war gut 19 Jahre alt und seit Jahren schleppte er sich leidend dahin. Zum Schluss war er blind, taub und wohl auch dement - ein sehr alter Hund eben. Im vergangenen Sommer entwischte ich einmal der Oberhündin, weil ein Nachbar unser klemmendes Gartentürl nicht schnell genug schließen konnte. Da war, wie man so schön sagt, "Feuer am Dach", denn trotz meiner schon damals zunehmenden Lahmheit hinten, schlüpfte ich blitzschnell hinaus, rannte hinüber - er war gerade mit seinem Frauchen im Garten, wo wegen der vielen Autos das Tor offen war - und jagte nicht nur ihm einen gehörigen Schrecken ein. Unsere Frauchen kreischten beide obwohl ich gar nichts gemacht hatte. Na ja, vielleicht habe ich ihn ein bißchen gezwickt......! Aber er fiel ohnedies sofort um - als meine Oberhündin dazu kam schaute ich nur noch erstaunt auf den kleinen zappelnden Hund am Boden. Die Oberhündin war einem Zusammenbruch nahe, weil sie fürchtete der Hund würde durch IHRE Schuld jetzt womöglich sterben...! Wie man sieht, war dem nicht so und die "stundenlange" Heulerei meines Frauchens völlig überflüssig. Das war mein einziger Kontakt zu Sunny, den ich sonst höchstens auf der Strasse vorübergehen sah oder sein Bellen hörte. So long, kleiner Nachbar auf deinem Weg über die Regenbogenbrücke!
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| Schon putzig so ein Siebenschläfer! |
Vor einigen Tagen gab es plötzlich Zuwanderer in unserem Heim. Kleine silbergraue Pelztierchen, die die Wände hochkletterten und sich unter der Treppe versteckten - Siebenschläfer nannte sie die Oberhündin und ging sofort auf die Jagd, denn so niedlich diese Tierchen auch sein mögen, sind sie grosse Zerstörer im Haus, weil sie alles annagen. (Einer von ihnen fraß die ganze Kante der massiven hölzernen Terrassentüre an um wieder hinaus zu kommen, ehe er dann ohne Futter verendete und fast noch die Sitzbank versaut hätte - Anm. der Oberhündin) Den ersten erwischte sie gleich - er hing von der Decke, da war er leicht mit einer Tupperschüssel zu fangen - und setzte ihn draußen wieder aus. Doch am anderen Morgen hatte sich ein weiteres Jungtier bei mir und Ykon eingefunden - direkt neben meinem Schlafplatz hockte es am Türrahmen - da staunte die Oberhündin nicht schlecht, dass ich nicht aktiv geworden war! Während wir beide dann im Garten herumrannten schlug ihr Versuch den Kleinen zu fangen leider fehl, weil dieser ihr entwischte und sich unter der Stiege versteckte. Nun war guter Rat teuer. Schließlich besorgte sie eine kleine Lebendfalle (Rat einer Kammerjägerfirma und Betroffener im Internet) und bestückte sie mit Studentenfutter und Bananenscheiben. Abends, wir saßen beim TV, machte es laut klapp und der Kleine war gefangen. Das schien ihn aber nicht sehr zu stören, denn er fraß genüßlich von den Leckereien. Da diese Tierchen über lange Strecken zurückfinden, wilderte ihn die Oberhündin erst einige Kilometer entfernt im Wald wieder aus, mitsamt dem Futter und vielen guten Wünschen (vor allem dem einen, dass er nicht zurückfinden würde! Da es sich aber um ein Jungtier handelte besteht diesbezüglich Hoffnung!)



