Sonntag, 29. März 2009

Burgenlandtrip

Das war wieder ein Tag. Schon in der Früh ging es mit dem Stress los - Sommerzeitbeginn, so nennen das unsere Rudelführer, dabei war heute von "Sommer" überhaupt nichts zu merken! Nicht einmal Frühling ist das gewesen obwohl es gestern schon ein wenig danach aussah. In Wahrheit tricksen diese Menschen bloß mit ihren automatischen Zeitmessern herum und meinen, wenn sie sie eine Stunde nach vor drehen, wird der Tag gleich eine Stunde länger. Aber weder noch - er wird kein bißchen länger und Sommer wird es deswegen schon gar nicht! Wir Hunde und all die anderen Tiere brauchen so etwas überhaupt nicht, wir haben ja noch natürliche Instinkte und verlassen uns lieber auf unsere innere Uhr! So weit so gut, im Grunde bedeutete es nur, dass wir eine Stunde früher aufstehen mussten, es noch dunkel war und die Oberhündin übellaunig in den verregneten Garten hinaus schaute. Bis wir reisefertig waren, wurde es fast Mittag - blöde Sommerzeit - die Stunde fehlte uns an allen Ecken und Enden! Schließlich kamen wir bei der Schwester meiner Oberhündin an aber mit dem gemeinsamen Herumtollen war es "Essig" - Leon hatte eine verletzte Pfote und ausserdem sollten wir nicht allzu schmutzig werden. Immerhin machten wir eine kleine Runde zum Bach hinunter, doch schon auf dieser kurzen Strecke waren wir beide nass bis in die Unterwolle!
Schließlich stellten wir unser Auto bei der Werkstatt ab und Leons Oberhündin brachte uns zum BUS. Ich erinnerte mich sofort bereits einmal mit diesem Ding unterwegs gewesen zu sein, vorallem als ich dieses Gitter über meine Schnauze gestülpt bekam (sehr lästig dieses Teil, ich hatte auch schnell die richtige Technik parat es wieder abzustreifen, was mir aber nicht wirklich erwas brachte, weil der Riemen einfach kürzer gestellt wurde!) Nach kurzer Wartezeit im Regen - ich zeigte mich als besonders brav und wohlerzogen - stiegen wir endlich ein und fanden auch einen bequemen Platz an einem dieser Vierertische, wo bereits eine nette Dame saß. Zum Glück hatte die gar nichts gegen mich einzuwenden und so konnte es losgehen! Ich machte mich unter der Bank ganz klein und wäre nicht dieser Maulkorb gewesen, hätte ich mich sogar richtig wohlgefühlt.
Nach einer flotten Fahrt kamen wir abends wohlbehalten in Wien-Matzleinsdorf an, wo die Oberhündin genervt feststellen musste, dass in unsere Richtung die S-Bahnzüge wegen Bauarbeiten nicht hielten. Sch.....Öffis hörte ich sie fluchen aber nach kurzem Überlegen nahmen wir dann den 62er und fuhren "mit der Kirche um's Kreuz" bis Hetzendorf, wo wir in den Bus umsteigen mussten. Für eine Strecke von eigentlich nur 10 Minuten und 3 S-Bahnstationen brauchten wir EINE Stunde, weil der Anschlußbus am Sonntag auch nur alle 30 Minuten fährt und wir eng an die Mauer gedrückt 20 Minuten im Regen warten mussten - ein echt toller Tag - ich weiss nicht ob ich mir das am Donnerstag in der Gegenrichtung noch einmal antue!

Freitag, 13. März 2009

Schulalltag

Hallo ihr Lieben, heute war ich mit meiner Oberhündin in der Schule - nein nicht in der Hundeschule, sondern dort, wo SIE ihrer Arbeit nachgeht. Es war nämlich Skikurswoche, da musste sie zusätzlich Stunden übernehmen und hatte keine Zeit sich mittags um mich zu kümmern. Also durfte ich mit und siehe da ich konnte ungestört hinterm Schreibtisch der abwesenden Kollegin vor mich hindösen. Tiere sind in der Schule eigentlich nicht erlaubt aber erstens hat mich keiner gesehen (ausser den Schülerinnen und die hielten dicht), zweitens war es ja nur ausnahmsweise und drittens frage ich mich, ob wir Hunde überhaupt "Tiere" im herkömmlichen Sinn sind?!
Mir ist schon klar, dass das alles bei vollem Betrieb nicht gegangen wäre, denn da wäre ich echt im Weg gewesen. So aber konnte ich in den Pausen hinten im Park unbemerkt herumtollen und die Oberhündin musste nicht extra nach Hause hetzen um mich zu versorgen. Einmal mehr erwies es sich als sehr vorteilhaft, dass diese Räume am anderen Ende des Gebäudes liegen. Zwischendurch war es zwar etwas langweilig doch da hieß es "Augen zu" und warten bis es wieder heimwärts ging.

Samstag, 7. März 2009

Logierbesuch

23. Februar 2009: Ihr werdet es nicht glauben aber R. war von Montag bis Sonntag wieder da. Allmählich glaube ich er nistet sich wirklich bei meiner Oberhündin ein. Einmal bekam ich sogar eine "auf die Mütze", weil ich nicht einsehen wollte, warum er alles durfte und ich immer folgen sollte! Das ist nämlich voll ungerecht. Ich musste den ganzen Tag daheim bleiben und die Oberhündin ist gleich mehrmals weggefahren und hat ihn alleine mitgenommen! Das gefiel mir gar nicht!
Na, auch egal - dafür hat er in der ersten Nacht hier gleich eine ganze Weihnachtskerze aufgefressen!!! - habt ihr sowas schon gehört?! Die Oberhündin hat gleich mit dem Tierarzt telefoniert, doch die Assistentin beruhigte sie, denn Kerzen sind nicht giftig - höchstens gibt es Durchfall oder Verstopfung. Immerhin erzählte ihr ein Bekannter sein junger Rüde trage sogar die Laternen in den Garten und hole dort die Kerzen heraus um sie aufzufressen - Männer!! Da haben wir nochmal Glück gehabt. Allerdings, wenn diese Dinger so schmackhaft sind, vielleicht sollte ich sie dann auch einmal kosten. Ich vermute aber, dass sie mit blauen Plastiknäpfen und grünen Gummiigeln nicht mithalten können!*
Eigentlich hatten wir es sonst ganz lustig zusammen, denn es schneite fast die ganze Woche und da durften R. und ich viel im Garten herumtollen. Ich zeigte mich allerdings ziemlich giftig, weil R. manchmal zudringlich wurde. Die Oberhündin unterstellte mir gleich, dass ich wieder läufig werde** aber ich wollte ihm eigentlich nur zeigen, wer hier das Sagen hat!
Abends döste ich dann satt und zufrieden neben meiner Oberhündin auf dem Teppich (sh.Foto, welches mit ihrer neuen Digitalkamera aufgenommen wurde) während unser Gast friedlich in der Veranda herumlag.


*Seit der Sache mit dem Plastiknapf habe ich alles in Edelstahl - das ist sowieso viel hygienischer!


**Anm. vom 07. März 2009: Meine Oberhündin hatte natürlich recht mit ihrer Vermutung, denn nur kurz danach war es soweit mit dem Läufigsein. Ehrlich gesagt ICH habe es auch gewußt aber es ist manchmal schon mühsam, dass SIE alles besser zu wissen scheint!