Freitag, 2. Juni 2017

Frühsommer am See

Sissy im Juli 2017
War mit der Oberhündin und Ykon einige Tage am See, Wetter war richtig sommerlich und schon auf der Fahrt so heiß, dass die Oberhündin bereits in Ybbs mit uns Pause machen musste. Die Klimaanlage vom A 160 ist nämlich kaputt, da nützten auch die folierten Scheiben wenig. Es wurde extrem warm im Auto. Trotz dieser hohen Temperaturen mussten wir die ersten beiden Tage im Haus einheizen, was zur "Begeisterung" der Oberhündin sämtliche Spinnen auf Trab brachte, sie kam gar nicht nach mit dem Wegsaugen, wohl bewusst, dass das keine sehr tierfreundliche Methode ist. Allerdings sind die Überlebenschancen beim Akku-Dyson sehr groß, wenn man die Viecher kurz ansaugt und dann im Garten die Klappe öffnet und sie wieder ausschüttelt (besonders nachts hat sie aber nicht immer den Nerv dazu).
Nach zwei Tagen war es tagsüber so heiß, dass ich schwimmen gehen durfte. Die Oberhündin spielte mit mir vom Ufer aus, ging selbst aber erst einen Tag später ins Wasser. Inzwischen hatte der See bereits sommerliche Wärme und es machte richtig Spass mit ihr weit hinaus zu schwimmen oder am Ufer entlang zu paddeln, wo wir meistens von den wachsamen Augen der Haubentauchereltern beobachtet wurden, die wahrscheinlich im Schilf ihr Nest hatten.
Ykon durfte auch etwas schwimmen aber nur einmal, nachdem ihn die Oberhündin gebadet und shampooniert hatte. Seine Haut ist so empfindlich, dass das Seewasser nicht ideal ist für ihn obwohl auch er gerne schwimmt. Außerdem trinkt er dabei soviel, dass er dann jede Stunde zum Pinkeln rausgelassen werden muss.
Jeden Tag verbrachten wir mit langen Spaziergängen, die für mich bei diesen Temperaturen allerdings ziemlich anstrengend waren. Ich genoss es mehr mit Ykon und der Oberhündin den Nachmittag und Abend draußen auf der Terrasse zu verbringen. Einmal begegneten wir einem der Aufsichtsjäger, der gerade auf der Suche nach Rehkitzen war, die er vor den Mähbalken der Bauern in Sicherheit brachte. Er war nett und so unterhielt sich die Oberhündin länger mit ihm und ließ sich erklären wie er das machte, weil man die kleinen Rehe ja nicht anfassen darf. Er macht das aber ganz geschickt indem er sie mitsamt einem Haufen Gras aufnimmt und in eine mit Gras gefüllte Kiste setzt, denn würde er sie nur an den Waldrand bringen wären sie gleich wieder in der Wiese. Sobald die Mäherei beendet ist, läßt er sie dann wieder frei. Auf diese Art hat er heuer bereits mehrere Tiere gerettet. Für den kleinen Feldhasen auf unserer Wiese vorm Haus lief es nicht so gut, seine zerstückelten Reste fanden wir beim Spazierengehen am Wegrand. Die Oberhündin hatte am Vortag noch beobachtet wie verzweifelt die Häsin die längste Zeit vor dem Traktor herumgelaufen ist ehe sie sich selbst in Sicherheit brachte. Als wir dann diesen Fund machten wurde der Oberhündin alles klar. 
Leider ging die Woche viel zu schnell vorüber. Schnell wurden noch die Pflanztröge mit Pelargonien bestückt und alles gründlich gewässert, dann war Zeit für die Abreise - schade!

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