In diesem Jahr ergab es sich, dass meine Oberhündin insgesamt eigentlich 10 Tage Ferien hatte, zwar nur am Papier, weil sie ja noch ins Geschäft musste aber immerhin blieb noch eine knappe Woche übrig und die nutzten wir um an den See zu fahren. Noch Montag abend ging es los, nachdem wir den ganzen Tag gepackt und geputzt hatten. Die Fahrt verlief angenehm und das Wetter war gut, weder Regen noch Nebel. Wir kamen zwar erst um 22 Uhr an, im Haus war es saukalt aber nachdem die Oberhündin alles hineingetragen und eingeheizt hatte gingen wir schnell zu Bett, denn oben im Schlafzimmer war es viel schneller kuschelig warm.Am Dienstag regnete es den ganzen Tag, wir blieben fast nur im Haus. Allerdings mußte das Auto in die Werkstatt und da latschten wir dann durch den strömenden Regen nach Hause. Mittwoch fuhren wir mittags zum Training, ich war noch läufig und zeigte mich etwas "ang'rührt", machte dann aber meine Übungen ganz brav, vorallem im Schutz war ich wieder gut drauf! Auf dem Heimweg nach Salzburg steckten wir dann 1 1/2 Stunden in Linz im Stau und brauchten eine Ewigkeit nach Hause!
Der Donnerstag war ein Supertag, klar und sonnig - ein Traum - da durfte ich eine lange Wanderung machen. Wir marschierten die gewohnte Runde zum Wald und übers Hochmoor und den Bach entlang zurück nach Hause.
Täglich übte die Oberhündin mit mir Unterordnung und legte mir Gegenstände für die Fährtenarbeit. Ich sollte mich bei jedem dieser komischen Teile hinlegen - warum bloß???? Also so ganz habe ich es nicht verstanden aber es wird schon noch werden.
Freitag ging es in die Stadt zum Großeinkauf, dann neigte sich die Woche hier schon wieder dem Ende zu. Sonntag war wieder das Einwintern, Putzen und Werkeln dran und ich die meiste Zeit eher im Weg. Zu guter Letzt fand die Oberhündin noch so einen kleinen stacheligen Gesellen im Garten, dem gab sie sogar m e i n e Fährtenschälchen und er durfte im Haus schlafen! Sonntag nahm sie ihn dann mit nach Wien, sie nannte diese Stachelkugel "Igel" und meinte er sei zu schwach um den Winterschlaf zu überleben! Tatsächlich wog der kleine Kerl nur knapp 250g, dabei sollte er laut Tierarzt 600 - 800g haben. Jetzt füttert und umsorgt sie dieses Tier so sehr, dass ich direkt eifersüchtig werden könnte.
Anmerkung der Oberhündin:
Leider waren meine Bemühungen um den kleinen Igel vergeblich, denn er ist in der vergangenen Nacht um 1.30 gestorben. Dabei hatte ich gestern noch einen Termin bei meinem Tierarzt für heute vormittag ausgemacht. Als ich abends vom Dienst kam war der Kleine schon ganz schlaff. ich wärmte ihn und versuchte ihm Futter einzuflössen aber es war vergeblich. Ich bin sehr traurig, weil ich gehofft hatte ihn noch rechtzeitig versorgen lassen zu können, aber wie so oft waren das Wochenende und die Reise wohl schon das Todesurteil. Ich habe meinen kleinen Pflegling im Garten bei den Hortensien begraben und einen schweren Stein daraufgelegt, damit ihn Sissy nicht wieder ausbuddelt! Dieses Foto machte ich vor zwei Tagen im Ferienhaus, da machte der kleine Igel überhaupt keinen kranken Eindruck!

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