Samstag, 31. Jänner 2015

Hallo zum Neuen Jahr

Hallo meine lieben Freunde und -innen, habe schon lange nichts mehr eingetragen, weil dieser Herbst nicht gerade einfach war für uns Hunde und meine Oberhündin samt Familie. Was soll ich da schon schreiben. Inzwischen ist es etwas ruhiger geworden und so versuche ich meine und Ykons Aktivitäten der letzten Monate zu rekapitulieren.
Seit Oktober war die Oberhündin mit Ykon immer brav trainieren aber unser "Kleiner" ist ziemlich erziehungsresistent, wie ich es neudeutsch ausdrücke. Bei ihm weiß die Oberhündin ja nie ob er etwas nicht machen kann oder nur nicht will! Der Trainer sagt aber sie müsse ihn mit derselben Konsequenz behandeln wie einen gesunden Hund. Na, was soll ich sagen - die Oberhündin und Konsequenz ....!
Leider ist Ykon immer krank und kränker geworden - Allergie gegen Futter, Hausstaub und dergleichen - er sah schrecklich aus, hatte kaum noch Haare im Gesicht, am Bauch und auf den Pfoten, außerdem kratzte er sich fast blutig. Nach intensiven Untersuchungen und anderem Futter geht es ihm besser und er hat auch schon wieder neues Fell. Allerdings bekommt er von jeder Kleinigkeit sofort wieder Juckreiz, wie kürzlich bei unserem Almaufenthalt. Vermutlich war es der Bezug seiner neuen Schlafstelle oder die Steusalzreste im Schnee, mit denen er beim Spaziergang in Berührung kam. Ganz abgesehen davon ist er rappeldürr obwohl er gut das Doppelte bekommt wie ich.
Leider hatte unser Almwochenende gleich am ersten Tag einen bösen Anfang genommen. Wir waren gerade erst angekommen und unternahmen mit der Oberhündin einen Spaziergang Richtung St. Kathrein. Diesen Weg bin ich im Sommer schon oft mit ihr gegangen, doch diesmal war er besonders mühsam zu gehen. Aufgefirnte Schneereste, Gatsch und leider auch eisige Stellen erschwerten das Weiterkommen, trotzdem hatten wir schon ein schönes Stück zurückgelegt. Eigentlich wollten wir gerade auf den eisfreien Waldweg abbiegen, plötzlich zog es der Oberhündin die Beine weg und sie krachte hinter uns zu Boden. Ziemlich verdutzt standen wir herum und schauten ihr zu wie sie sich mühsam hochrappelte. Der weitere Spaziergang war damit gelaufen. Wir mussten beide am Doppelkarabiner mit schleppender Leine zurück zum Gasthof laufen und die Oberhündin stolperte hinter uns her und ermahnte uns ganz brav zu sein. Nach einer knappen Stunde waren wir beim Auto und mussten einsteigen, dort mussten wir ziemlich lange bleiben. Es war schon dunkel bis die Oberhündin uns heraus ließ, fütterte und mit hinauf ins Zimmer nahm. Ihre rechte Hand steckte in einer steifen weißen Bandage - Gips sagen die Oberhunde dazu - und der Rest der Almferien bestand vor allem aus kurzen Ausläufen und viel Faulenzen vor dem TV-Schirm. Da die Oberhündin nicht Autofahren konnte kehrten wir erst am Mittwoch nach Hause zurück - gefahren - Schutzbrief sei Dank - von einem netten jungen Mann.
Kaum daheim wurde es gleich wieder turbulent. Die Oberhündin war trotz Gips viel unterwegs, Arztbesuche, Besorgungen und dergleichen, mit den Öffis ein erheblicher Mehraufwand an Zeit, die wir wieder einmal meist allein zuhause verbrachten. Einige Tage danach ging sie mittags weg und blieb weg. Am ersten Tag kümmerte sich unser lieber Nachbar rührend um uns beide, dann wurde Ykon von seiner Ziehmutter abgeholt. Nun blieb ich ganz allein zurück, hatte es aber recht lustig, denn H. ging mehrmals täglich mit mir spazieren und ließ mich sogar in der Hundezone mit anderen Hunden herumtoben (gell da schaust Oberhündin - du meidest diese eingezäunten "Gackghettos" ja wie die Pest). Ich fand es recht unterhaltsam, verstehe aber warum du mich nicht da hinein zu den anderen läßt, denn wenn du dabei bist bin ich recht angriffslustig und mache alle nieder. Das trau ich mich aber nur bei dir, bei Fremden bin ich immer ganz lieb!
Heute kam die Oberhündin wieder nach Hause und Ykon wurde auch zurückgebracht. Da die Oberhündin aber ziemlich eingeschränkt ist mit ihrem Verband und der Schiene werden die nächsten Wochen wohl etwas fad werden für uns drei. Ich hoffe, sie ist bald wieder fit und wir können wieder hinaus fahren in die Natur und weite Spaziergänge machen!
Da es mit Ykon im Hotel eigentlich ganz gut lief soll er im Sommer auch mitfahren dürfen. Bin schon gespannt wie das gehen wird. Er hat sogar eine eigene gemütliche Transportbox bekommen - da bin ich etwas neidisch, weil die so kuschelig aussieht.

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