Sonntag, 30. Mai 2010

Ausflug mit Hindernissen

Letzten Donnerstag machten Sissy und ich (Ramon) mit unserer Oberhündin wieder einmal einen Ausflug ins Burgenland. Schon auf der Fahrt hinunter gab es auf dem Wechsel kurz vor uns einen Unfall mit einem umgestürzten Wohnwagen, am Ziel angekommen hörten wir dann, dass ein Auto mit einem Zug zusammengestoßen war. Der Tag schien schon "gut" anzufangen! Außerdem waren für Nachmittag wieder Gewitter und Hagel angekündigt.

Mittag fuhren wir dann alle an die Pinka, wo wir eine kleine Runde spazieren gehen durften. Beim Hundeplatz traf meine Oberhündin einen anderen Hundesportler und schon wurde ausgiebig geplaudert. Dann ging es weiter zu Leon nach Hause, wo wir am Nachmittag bleiben durften, da es dort im Hof wesentlich angenehmer war als irgendwo auf einem Parkplatz in der Stadt.
Später gewitterte es wie angekündigt, derzeit ist die Wetterlage ziemlich angespannt und es gibt fast täglich irgendwo Unwetter mit Tornados und Hagel! Wir entkamen dem heutigen Katastrophenwetter ganz knapp, dafür erwischte es den Raum Mattersburg und das Mürztal. Allerdings regnete es auch bei uns heftig.
Ich hatte heute beim Spaziergang an der Pinka irgendetwas erwischt und mir wurde Nachmittag ziemlich übel. Bauchschmerzen bekam ich auch und als unsere Oberhündin ihre Sachen ins Auto lud um mit uns heimzufahren, ging es mir schon einigermaßen schlecht. Ich schaffte es gerade noch aus dem Auto zu springen um mich zu "erleichtern". Jetzt war guter Rat teuer, denn es sah ganz so aus als ob ich gleich wieder würde "müssen" müssen! Im Auto stank es schon jetzt erbärmlich, dabei hatte ich gar nicht hineingemacht! Sissy wollte gar nicht zurück in ihre Box springen!
Kaum waren wir losgefahren wurde mir richtig übel. Der Gestank im Auto war unerträglich weil ich alles von mir gegeben hatte und die stinkende Brühe bis zu Sissy geronnen war. Zwei komplette Küchenrollen und der eilig gekaufte Badreiniger waren dann notwendig um die ärgsten Spuren zu entfernen. Als wir bei einer Tankstelle hielten offenbarte sich auch unserer Oberhündin das ganze Ausmaß der Bescherung.
Inzwischen hatte heftiger Regen eingesetzt und es blitzte und donnerte. Trotz ihrer Gewitterangst machte sich die Oberhündin an die umfangreichen Reinigungsarbeiten. Ich hockte ziemlich unglücklich neben dem Auto und musste dauernd erbrechen. Jetzt war wirklich "Feuer am Dach" - ein Tierarzt sollte schauen, was mit mir los war. Da es schon spät abends war kein ganz einfaches Unterfangen aber die nette junge Dame an der Tankstelle hatte schnell drei in Frage kommende Adressen herausgesucht und so hockte ich kurz darauf schon in der Ordination von Dr. St.
Als erstes bekam ich einen Mauli übergestülpt und meine Oberhündin musste mich festhalten damit ich mir die Infusion nicht abstreifen konnte. Ich bin ja etwas wehleidig und schreie schon sobald der Tierarzt in die Nähe kommt. Der behauptete es könne gar nicht wehtun aber das sagen sie ja alle. Es dauerte eine Weile bis alles durchgelaufen war (und ehrlich gesagt war es wirklich nicht so schlimm), schon dachte ich es sei endlich vorbei doch da gab es dann noch 3 Spritzen - super, aber weh hat es auch nicht getan obwohl ich mich so panisch aufführte! Mein Frauchen hatte eine spezielle Technik entwickelt mich zu halten, die mir keinen Spielraum ließ egal wie ich herumzuwerken versuchte. Sie hielt meinen Kopf seitlich an diesem Stoffmaulkorb so fest, dass ich keine Chance hatte zu entkommen. Ich wusste gar nicht, dass sie so stark ist - sogar der Tierarzt lobte wie gut sie mich in der Hand hatte. Na ja, wenn ich gewollt hätte wäre ich schon ausgekommen aber erstens war mir hundeelend, zweitens wollte ich sie nicht blamieren und drittens bin ich wirklich ein braver folgsamer Hund!
Die ganzen Piksereien schienen doch zu helfen, denn ich fühlte mich gleich etwas besser. Zwei Stunden später konnten wir dann endlich den Heimweg antreten, nachdem wir noch einen funktionierenden Bankomaten hatten suchen müssen und die Oberhündin an der Tankstelle bei den netten Mädels einen Kaffee getrunken hatte.
Um Mitternacht waren wir schließlich zu Hause. Obwohl ich mich schon ganz gut fühlte, bekam ich nur eine winzige Portion Futter und diese komischen schwarzen Tabletten, die der Tierarzt meinem Frauchen mitgegeben hatte.
Der üble Geruch im Auto war zwar nicht mehr ganz so heftig aber es stand trotzdem eine Generalreinigung unserer Boxen an. Als das Auto anderntags nämlich in der Sonne stand konnte man darin kaum atmen, weil es so säuerlte. Jedenfalls putzte und schrubbte unsere Oberhündin den ganzen Samstag Nachmittag, räumte alles aus, spritzte die Matte ab und polierte die Wände der Hundebox blitzblank. Zum Schluß sprühte sie noch diesen Geruchskiller überall hin - da werden Sissy und ich wohl eine Weile brauchen um wieder alles so einzustinken wie vorher.
Da unsere Oberhündin zuvor auch noch den wuchernden Rasen gemäht hatte, bekam sie ihre Rückenschmerzen und war so k.o., dass wir heute nicht zum Training fahren konnten (es war auch viel zu spät inzwischen). Vielleicht ist es eh besser ,wenn ich mich noch etwas schone - allerdings kann ich schon wieder alles fressen und sammle im Garten jeden Dreck auf (wie die Oberhündin es nennt). Sie meint ich sei ein "Staubsauger"!?!

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