
Ostersonntag machte ich mit meiner Oberhündin eine sechsstündige Wanderung rund um den Wallersee. Es war ein richtiger "Bilderbuchtag", an dem sich so mancher verregnete Sommer eine Beispiel nehmen könnte! Wieder einmal zeigte es sich, dass die Hälfte locker zu schaffen ist und der Rest, da hängt uns beiden jedesmal die Zunge heraus.
Diesmal war es anfangs so heiss, dass wir unsere Getränkevorräte bald verbraucht hatten, dabei konnte zumindest ich zwischendurch in den Rinnsalen und Bächen etwas trinken ( trotzdem leerte ich jedes Schälchen, welches die Oberhündin für mich herrichtete). Glücklicherweise wollten wir vorallem fotografieren und keine Rekorde brechen, daher machten wir an vielen schönen Plätzen Halt.
Ich hatte im Wald einen alten kaputten Ball entdeckt, den schleppte ich die ganze Zeit mit. Einige Male hoffte ich die Oberhündin würde ihn für mich tragen aber sie meinte, wenn ich schon dauernd irgendwelches Zeug aufsammeln würde, dann solle ich dieses versiffte Teil dann auch selber schleppen. Eigentlich fand ich das ziemlich fies, weil dieser Ball in meinem Maul meinen Durst wesentlich steigerte. Irgendwann bei einer Mülltonne zauberte sie dann den kleinen grünen Ball vom Kienberg hervor und während ich damit herumlief hatte sie schwuppdiwupp das zerfetzte schwarze Ding entsorgt. Aber hier auf den Fotos gehört es noch mir, da dachte ich noch nicht daran, wie mühsam so ein "Trumm" werden kann.
Wieder machten wir Rast bei einer der zahlreichen Bänke entlang des Weges, die Oberhündin knipste dauernd und so hatte ich Zeit zu verschnaufen. Zuvor hatte ich bei dem Staubecken des einzigen Abflusses des Sees ausgiebig gebadet, deshalb bin ich hier auf dem Bild noch etwas nass. Wenn ihr meint ich sähe auch müde aus, dann hättet ihr meine Oberhündin am Ende der Runde sehen sollen! Schließlich erreichten wir das Strandbad Wallersee, wo es frisches Wasser und eine Ruhepause gab. Da waren wir schon fast drei Stunden unterwegs, aber die Oberhündin fotografierte und fotografierte, es gab einfach kein Weiterkommen mit ihr. Endlich kamen wir zum Wenger Moor, es wurde bereits 18 Uhr und allmählich spürten wir die Anstrengungen des Marsches. Die abendliche Stimmung beeindruckte uns hier ganz besonders, wir gingen durch dichte Waldstücke und entlang weiter Streuwiesen. Dann lag schon wieder der See vor und das Moor hinter uns. Weiter ging es Richtung Neumarkt, wo es schon dämmrig wurde, Zeit einen Zahn zuzulegen um nicht im Wald von der Dunkelheit eingeholt zu werden. Jetzt kostete die restliche Strecke schon einige Anstrengung, besonders der steile Anstieg durch den Wald bei der Marieninsel, nichts desto trotz hielten wir immer wieder an um die herrliche Abendstimmung zu geniessen. Es ging dann aber alles gut aus und um 20:30 h, nach genau 6 Stunden erreichten wir wieder unser Zuhause! Ich hatte, nachdem ich meinen Napf geleert hatte,genau die richtige "Bettschwere" und kuschelte mich schnell zu meiner Oberhündin auf's Sofa.

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