Donnerstag, 19. Juli 2007

Auf der Alm - Malwoche in Brandlucken 08.07.-14.07.07

Die Oberhündin ist nun glatt auf den Pinsel gekommen. Sie stümperte ja schon seit einiger Zeit herum und versuchte alles mögliche auf ihrem Aquarellblock zu verewigen. Allerdings kam sie mit der Technik nie zurecht und es wurden meist x-mal überpinselte "Ölbilder" daraus, denen so ziemlich alles fehlte, was ein gutes Aquarell ausmacht. Doch da gibt es in ihrer Schule eine Kollegin - Elisabeth - die es in dieser Disziplin zu einer wahren Meisterschaft gebracht hat, der gehört bereits seit langem die ganze Bewunderung meiner Oberhündin! Schon im letzten Jahr sollte sie an diesem Kurs in der Steiermark teilnehmen, doch da kam uns der Italienunfall dazwischen. Zwei Hunde, da lebte Wiff noch, das winzige Ersatzauto, keine Klimaanlage, das wäre nicht gegangen - nicht einmal bei den relativ kühlen Tagen dieses Jahr und schon gar nicht in der Gluthitze Anfang Juli 2006. Doch der Traum wurde weiter geträumt und so kamen wir heuer zu dieser wunderbaren Almwoche!
Sonntag Mittag ging es los, zunächst in die Stans, wo Elisabeth ein Haus mit Garten hat, da durfte ich erst einmal richtig auslaufen. Am späten Nachmittag war Treffpunkt in Brandlucken beim Jagawirt, wo wir von Sr. Wiltrud und den Malkolleginnen, so wie der Wirtsfamilie Unterberger erwartet wurden. Wir hatten ein schönes Zimmer mir Balkon, wo ich auch schlafen durfte. Der Blick von diesem Balkon (Foto links oben) wäre schon ein tolles Malmotiv!
Schon am nächsten Morgen ging es hinaus in's Gelände zu den Tannenbäumen. Damit ich während der Malstunden schön brav bin ging die Oberhündin mit mir jede freie Minute spazieren. Sie hatte auch meine Fährtensachen mitgenommen, schließlich ist die Teichalm ja das Fährtengelände schlechthin, allerdings war entweder das Gras viel zu hoch oder es war Weidegebiet, wo um diese Zeit die Almochsen herumstanden (auch mitten auf der Strasse!) So blieb es für mich eben beim Wandern allein.

Die ersten Pinseleien waren eine Katastrophe aber bereits am Dienstag lief es besser. Wir mussten zwar drinnen bleiben, weil es soviel regnete, dafür gab es Sonnenblumen und Artischockenblüten als Malvorlage. Ich lag mitten unterm Künstlervolk aber mich verewigte die Oberhündin kein einziges Mal - wahrscheinlich bin ich ihr zu schwierig! Auf dem Foto rechts sind die wahren Könnerinnen bei der Arbeit.
Ab Mitte der Woche besserte sich das Wetter, an diesem Tag marschierten wir tief hinein in den Wald zu einem Platz mit Unmengen von Fingerhüten! Die anderen fuhren mit dem Auto aber Parkplätze waren rar auf dem engen Weg und so kam ich zu insgesamt 4x 30 Min. Fußmarsch zusätzlich!
Donnerstag froren wir uns drüben auf der Sommeralm beim "Holzmeister" Finger und Po ab, dafür kamen recht eindrucksvolle Landschaftsbilder heraus. Mitten im Hochsommer sehnte man sich nach der Skiunterwäsche - es hatte morgens nur 7 Grad gehabt und wurde tagsüber auch nicht viel wärmer.
Allmählich machte auch meine Oberhündin Fortschritte, unten ist ihr letztes Werk dieser "Schaffensperiode" zu sehen, die alte Schmiede hinter dem Gasthaus Unterberger, die sie am letzten Tag malte.

Vor unserer Abreise am Samstag ergänzte sie noch die fehlende Treppe und etwas Grün.
Nach dem Mittagessen am Samstag hieß es Abschiednehmen. Wir zwei drehten noch eine Runde durch den Wald, vorbei an den Schauplätzen der Malkunst, ließen den Blick noch ein letztes Mal über das Tal und die Almen schweifen - aus, vorbei - vielleicht kommen wir im nächsten Jahr wieder! Von der Fahrt durch die wildromantische Weizerklamm bekam ich nicht soviel mit. Zum Abschluß besuchten wir noch diesen Leon und seine Oberhündin, da durften wir an der Lafnitz herumtoben, ehe es spät in der Nacht zurück nach Wien ging.


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